Ankommen und sich wohlfühlen

Dreieicher Schüler bei Kunstwettbewerb erfolgreich

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Über den ersten Preis der Jahrgangsstufe neun beim Kunstwettbewerb der Sparkassen-Stiftung freute sich die Ricarda-Huch-Schülerin Lina Hüls.

Dreieich/Dietzenbach - Die Stiftung der Sparkasse Langen-Seligenstadt schrieb bereits zum dritten Mal ihren Kunstwettbewerb für die achten bis zehnten Klassen der weiterführenden Schulen aus. Sie will damit Impulse im Kunstunterricht setzen und diesen finanziell fördern.

Zugelassen waren Einzel- oder auch Gruppenarbeiten bis maximal sechs Schüler. Das Thema des Wettbewerbs 2017 lautete „Ankommen“. Insgesamt beteiligten sich 13 Schulen aus dem Kreis Offenbach, die 132 Arbeiten einreichten. Insgesamt stellte die Sparkasse Langen-Seligenstadt 10.000 Euro bereit. Besonders erfolgreich waren Schüler aus Dreieich.
Am Montagabend fand im Foyer des Kreishauses Dietzenbach die Preisverleihung statt. Gleichzeitig wurde die Ausstellung mit den besten Arbeiten eröffnet, die noch bis zum 29. März zu sehen ist. „Der Kunstunterricht greift viele gesellschaftliche Aspekte auf und macht uns so auch auf aktuelle Ereignisse sowie Problemstellungen aufmerksam“, betonte Theo Wershoven, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, und lobte die Arbeiten der jungen Künstler.

Die Ausstellung zeigt die ganz unterschiedliche Herangehensweise an das Motto. Ankommen können Flüchtlinge, gemeint sein kann aber auch das Ankommen zu Hause oder in einem Ambiente des Wohlfühlens bei einem anderen Menschen. Das ist der Fall bei Lina Hüls aus der Klasse 9d der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich, die einen Besuch bei einer Freundin zum Ausgangspunkt genommen hat: „Ich hatte dieses Bild eigentlich als Geschenk für sie gemalt. Als der Aufruf zum Kunstwettbewerb kam, habe ich es etwas erweitert und dem Thema angepasst.“ Damit konnte sie die Jury überzeugen, die dafür den ersten Preis vergab. Einen zweiten gab es für Leyla Boudieb und einen dritten Preis für Nova Jeschke, beide ebenfalls aus der neunten Jahrgangsstufe der Ricarda-Huch-Schule. Darüber freute sich auch die zuständige Kunstpädagogin Anna Kaiser.

Mit einem ganz schlichten Porträt überzeugte Parisa Ali Beyk aus der Intensivklasse der Langener Albert-Einstein-Schule die Jury. Die junge Afghanin, die im Iran aufwuchs und im Zuge der Flüchtlingswelle nach Langen kam, sah sich im Alleinsein, im eigenen „Wohlfühlraum“, in dem sie ihre Lieblingsbeschäftigung ausleben kann, entsprechend „angekommen“.

Abiball der Ricarda-Huch-Schule Dreieich: Bilder

„Wenn ich nach Hause komme, dann ziehe ich die Schuhe aus und bin angekommen“, erklärt Luise Taube (Klasse G9c, Weibelfeldschule in Dreieich) ihr Kunstwerk, welches in die Endausscheidung kam und ebenfalls in der Ausstellung im Kreishaus zu sehen ist. (lfp)

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