Unterstützung für 16-Jährige in Namibia

Dreieicher Schule übernimmt Patenschaft

Dank des Einsatzes der Sprendlinger Europaschule kann Rachel weiterhin die Partnerschule in Namibia besuchen.
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Dank des Einsatzes der Sprendlinger Europaschule kann Rachel weiterhin die Partnerschule in Namibia besuchen.

Schon seit einigen Jahren macht sich die Heinrich-Heine-Schule für Schüler stark, denen es in ärmeren Ländern nicht so gut geht. Nun hat die Sprendlinger Europaschule eine neue Patenschaft für eine Schülerin aus Namibia übernommen. Rachel ist die vierte Schülerin der namibischen Partnerschule, die die Heinrich-Heine-Schule bis zum Abitur finanziell unterstützen und durch persönlichen Kontakt betreuen will.

Dreieich - Seit 2007 zählt die ELCN High School in Nkurenkuru, Namibia, zu den zwölf Partnerschulen der Europaschule. Nachdem im vergangenen Jahr das bisherige Patenkind Zitho sein Abitur erfolgreich an der ELCN abschloss, wird nun die 16-jährige Rachel unterstützt. „Rachel ist eine zielstrebige, engagierte Schülerin, die sich sehr für Naturwissenschaften und insbesondere das menschliche Gehirn interessiert“, berichtet Isabel Dittrich, die an der Heine-Schule für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Da der Schulbesuch in Namibia Geld kostet und Rachels Brüder bereits studieren, war es für ihre Eltern im Dezember 2020 schließlich nicht mehr möglich, den Betrag für das Internat weiter zu zahlen. Dank des großen Einsatzes von Eva Heinlein, die einen engen Kontakt zu der namibischen Partnerschule pflegt, konnte die Heinrich-Heine-Schule die Patenschaft schnell übernehmen. „Dadurch ist Rachel der Schulbesuch weiterhin möglich und sie wird damit ihrem Traum von einem Neurologie-Studium ein Stück nähergebracht“, freut sich Dittrich.

Finanziert wurden die Patenschaften bisher durch das Sammeln von Pfandflaschen im Schulgebäude sowie durch die Einnahmen des wöchentlichen Waffelverkaufs in der großen Pause. Diesen organisierte Eva Heinlein, die dabei von Nicole Bondaugs WPU-Kurs „Service-Learning“ unterstützt wurde. Da beides pandemiebedingt in den vergangenen Monaten nicht möglich war, spendete der Förderverein 100 Euro zugunsten des Namibia-Hilfsprojekts, weitere 200 Euro wurden privat gespendet. Somit konnte zusammen mit dem übrigen Geld des vergangenen Jahres Rachels Schulgeld in Höhe von 1 200 Euro für das aktuelle Schuljahr von der Heinrich-Heine-Schule bezahlt werden. Nach den Osterferien werden auch wieder Taschen für das Sammeln von Pfandflaschen in den Klassenräumen zu finden sein, die hoffentlich reichlich befüllt werden.

Isabel Dittrich: „Wir freuen uns sehr, dass Rachel durch die Patenschaft nun wieder die Schule besuchen kann, und sind zuversichtlich, dass uns der Duft von frischen Waffeln zugunsten des Hilfsprojekts im neuen Schuljahr wieder durch die Nase strömen wird.“  hok

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