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Dreieicher SPD stimmt sich auf Wahlkampf ein

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Von: Nicole Jost

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Stießen beim Frühlingsempfang auf ein gutes 2023 an: SPD-Landtagskandidat Florian Obst, Geschäftsführerin Ann-Catrin Stroh und Ortsvereinsvorsitzender Maik Zimmer (von links) im Sprendlinger Bürgerhaus.
Stießen beim Frühlingsempfang auf ein gutes 2023 an: SPD-Landtagskandidat Florian Obst, Geschäftsführerin Ann-Catrin Stroh und Ortsvereinsvorsitzender Maik Zimmer (von links) im Sprendlinger Bürgerhaus. © jost

Die SPD Dreieich hat den Neujahrsempfang in den Frühling verlegt, und doch wird mit einem Glas Sekt auf 2023 angestoßen. Rund 45 Parteimitglieder, Vertreter der anderen Fraktionen und der Vereine wollen im Foyer des Sprendlinger Bürgerhauses miteinander ins Gespräch kommen und den Landtagskandidaten der Sozialdemokraten – Florian Obst aus Neu-Isenburg – kennenlernen.

Dreieich - Maik Zimmer, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, betont in seiner Begrüßung, wie wichtig es ist, sich nach der langen Pause der Pandemie wieder austauschen zu können. „Die vergangenen Jahre waren nicht einfach für die Vereine“, bedankt er sich für das Engagement der Ehrenamtlichen, die sich den Herausforderungen gestellt haben und das Vereinsleben in der Stadt aufrecht erhalten haben. „Nach Corona kehrte gerade Normalität ein, als schon die nächste Krise ansteht: Wir haben Krieg mitten in Europa. Viele Dreieicher haben große Solidarität gezeigt“, hebt Zimmer die vielen Spendenaktionen und den Einsatz für die Flüchtlinge aus der Ukraine hervor.

Diese unsicheren Zeiten mit all ihren Folgen, auch in Deutschland, sorgten für Verunsicherung. „Auf die SPD ist in den schwersten Stunden Verlass, das haben wir immer bewiesen“, nutzt Zimmer den Frühlingsempfang auch für einen Werbeblock in eigener Sache. Es sei ein guter Moment, um bei der Landtagswahl im Oktober die Staatskanzlei in Hessen zurückzuerobern: „Es ist Zeit für einen Wechsel in Wiesbaden“, sagt Maik Zimmer. Dann stellt der Ortsvereinsvorsitzende den Dreieichern kurz ihren Parteikollegen aus der Nachbarstadt vor: Florian Obst ist 42 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder, einen Hund und sechs Hühner. Der Verwaltungsmitarbeiter bei der Frankfurter Berufsfeuerwehr stellt im Bürgerhaus seine politischen Schwerpunkte für den Landtagswahlkampf vor.

Als Herausforderung für die Politik sieht Obst die Kinderbetreuung und eine gute Aufstellung für den Bereich Schule: Förderung von Sprache und sozialer Kompetenzen sind in seinen Augen unerlässlich, dafür brauche es Personal in den Kindertagesstätten und auch in den Schulen. Bildung muss in seinen Augen gerechter werden und dürfe nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein. Ein weiteres Anliegen Obsts ist es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dabei müssen für ihn Land und Bund ins Boot. Er fordert eine Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung und klarere Strukturen in den Förderprogrammen für die Städte und Gemeinden. Als letzten Punkt führt er den Brand- und Katastrophenschutz an, der dringend besser ausgestattet werden müsse. Die finanzielle Förderung für Fahrzeuge und ihre Unterbringung, und damit auch Wertschätzung für das Ehrenamt, steht ebenfalls auf seinem Zettel, den er in den Landtag mitbringen möchte.

Nach den beiden Reden ist noch Zeit für persönliche Gespräche und einen Happen zu Essen.

Von Nicole Jost

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