Jeder kleine Schritt zählt

Dreieicher Wingertschule überzeugt beim Schulförderpreis mit vielen nachhaltigen Projekten

Die Klassen 2a und die 3c stehen stellvertretend für alle Wingertschüler, die den 1822-Schulförderpreis mit Naturprojekten gewannen.
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Die Klassen 2a und die 3c stehen stellvertretend für alle Wingertschüler, die den 1822-Schulförderpreis mit Naturprojekten gewannen.

Der 1822-Schulförderpreis der Stiftung der Sparkasse Frankfurt stand in diesem Jahr unter dem Motto „Natur“. Dazu haben fünf Schulen beeindruckende Arbeiten vorgelegt, die in loser Folge in einer kleinen Serie vorgestellt werden.

Dreieich - Siegerin ist die Wingertschule aus Offenthal. Schon zum wiederholten Mal konnte sich die Grundschule über die Siegprämie von 650 Euro freuen. „Wir nehmen das jeweilige Thema des Schulförderpreises als Jahresthema. Dann nutzen wir das ganze Schuljahr, um verschiedene Projekte dazu zu entwickeln“, verrät Schulleiterin Michaela Holzkämper das Konzept.

Die Pandemie machte es schwerer, unter anderem auch, weil die Projektwoche ausgefallen ist. Aber die Offenthaler Grundschüler überzeugten mit ihren Arbeiten: „Natur ist ein Thema, das die Grundschüler berührt und beschäftigt, sie haben einen Sinn für einen nachhaltigen Umgang mit ihrer Umwelt“, betont die Schulleiterin. Der Umweltschutz war ein Schwerpunkt in den Projekten. Die zweiten Klassen haben sich mit der Frage „Wie können wir Plastik vermeiden?“ beschäftigt. Dazu gab es Anregungen und Ideen, Plastiktüten aufzuheben und mehrfach zu verwenden, weniger Plastik zu kaufen und lieber auf Holz oder Glas umzusteigen. Die Jungen und Mädchen sind sich sicher: Jeder kleine Schritt zählt. Damit wollen sie dazu beitragen, dass die Meere nicht mehr mit Plastikmüll verunreinigt werden.

Die Zeit im Distanzunterricht nutzten die Grundschüler, um mit der Familie Wald und Feld von Müll zu befreien. Bei den Wochenplänen für die Arbeit zu Hause lagen Mülltüten und Handschuhe bei: Die Kinder räumten fleißig und sorgten für ein nachhaltiges Projekt. Viele sammeln heute noch regelmäßig Müll – auch der Schulhof und die Schulumgebung werden sauber gemacht. In der schwierigen Corona-Zeit waren die Wingertschüler kleine Glücksbringer. Alle Klassen haben im Religions- und Ethikunterricht Steine bemalt, mit Motiven, die glücklich machen: Regenbögen, Marienkäfer, Herzen, Sonnen oder kunterbunte Muster. „Die Steinsammlung ist so schön geworden, dass wir sie haltbar machen. Sie wird bald in der Schule ausgestellt“, kündigt Michaela Holzkämper an.

Für mehr Farbe auf dem Schulhof sorgt das jahrgangsübergreifende Projekt der Blumenmurmeln. Die kleinen Kugeln, die 20 verschiedene Blumensamen enthalten, werden in einer Werkstätte von gehandicapten Menschen hergestellt. Die Kinder haben Orte auf dem Schulhof ausgesucht, die Kugeln eingepflanzt und gegossen. Das besondere an den Murmeln: Die Kinder können sie auch einfach in eine Wiese werfen, auf der dann Blumen wachsen. Auf diese Weise verschönern die Grundschüler ihren Schulweg. Im Kunstunterricht entstanden kunterbunte Katzenbilder im Stil der Künstlerin Rosina Wachtmeister. Und die Klasse 3c baute im Sachunterricht Tipis im Wald und legte aus Naturmaterialien Mandalas, die jetzt Spaziergänger erfreuen.

„Für uns ist der Schulförderpreis jedes Jahr eine tolle Aktion. Die Kinder lieben die Arbeit an solchen Projekten und engagieren sich sehr“, lobt Holzkämper. Mit dem Preisgeld schafft die Schule Materialien an, die sonst nicht zu finanzieren sind.

Von Nicole Jost

Die Glückssteine haben die Kinder der Wingertschule bemalt. Sie sollen Glück und Freude bringen.

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