Baierhansenwiesen

Dreiste Aktion am Schlagsbach: Unbekannte bauen Steg aus Stämmen

Dreist und rücksichtslos: Aus dem Weidenholz, das den Trampelpfad sperren sollte, haben Unbekannte einen Steg über den Schlagsbach gebaut.
+
Dreist und rücksichtslos: Aus dem Weidenholz, das den Trampelpfad sperren sollte, haben Unbekannte einen Steg über den Schlagsbach gebaut.

Unbekannte bauen einen Steg über den Schlagsbach in Dreieich. Damit gefährden sie seltene Pflanzen.

Dreieich – Das ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten: Die beiden Weidenstämme, die in den Baierhansenwiesen Spaziergänger davon abhalten sollten, in die geschützte Wiese mit seltenen Pflanzen hineinzulaufen, wurden jetzt zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage von Unbekannten entfernt.

Diesmal waren die Akteure so frech und haben das Holz dazu benutzt, einen Steg über den Schlagsbach zu bauen, um auf die Wiese zu gelangen. Karl Markloff, Ressortleiter Infrastruktur und Umwelt im Rathaus, kann es kaum fassen: „Wir werden jetzt ein Schild aufstellen, das erklärt, dass der Durchgang verboten ist, damit seltene Pflanzen geschützt werden.“

Die ganz große Hoffnung hat er nicht, dass dies der durchschlagende Erfolg ist. „Vermutlich wissen das die Leute auch, die die Stämme von dem Wieseneingang wegziehen. Es ist ihnen offensichtlich vollkommen egal, dass die Pflanzen kaputtgetrampelt werden“, ärgert sich der Leiter des Umweltressorts. Es seien vermutlich nur wenige Leute, die sich nicht an die Regeln hielten. Die meisten Menschen in den Baierhansenwiesen verhielten sich vorbildlich.

Nach dreistem Brückenbau in Dreieich: Keine Kontrolle wegen unbesetzter Stelle

Zunächst war geplant, das Holz wieder aufzuschichten, um den Trampelpfad zu sperren. Das mache natürlich wenig Sinn, wenn das Holz dann zum Bau einer verbotenen Brücke führe. „Wir werden das Holz wahrscheinlich wegnehmen“, so Markloff.

Nicht hilfreich ist bei alledem, dass der Posten des Feldschützen seit Kurzem vakant ist. Die Stelle war im Juni 2017 nach jahrzehntelanger Pause wieder besetzt worden, damit jemand im Außenbereich nach dem Rechten sieht. Nun hat sich der bisherige Feldschütz beruflich verändert und die Stadt will die Stelle neu ausschreiben. Wann das genau der Fall sein wird, ist offen. (Nicole Jost und Frank Mahn)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare