Aber schon Vandalismus zu beklagen

DreyEicher Grenzweg vor der Eröffnung

Auf der Infotafel, die von Erhard Haller und Wilhelm Ott (rechts) aufgestellt wurde, wird es Informationen zu dem DreyEicher Grenzweg und zu den einzelnen Steinen geben.    
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Auf der Infotafel, die von Erhard Haller und Wilhelm Ott (rechts) aufgestellt wurde, wird es Informationen zu dem DreyEicher Grenzweg und zu den einzelnen Steinen geben.    

Die Arbeiten am DreyEicher Grenzweg in Dreieich machen weiter Fortschritte. Das südliche Teilstück soll Ende Mai eröffnet werden. Allerdings mussten die Initiatoren bereits jetzt Vandalismusschäden hinnehmen.

Dreieich - Der DreyEicher Grenzweg ist, wie berichtet, ein Projekt des VVV Langen, des GHV Dreieichenhain, der Freunde Sprendlingens, des Geschichtsvereins Buchschlag und des GHKs Neu-Isenburg. Mit ihm wollen die Geschichtsvereine das Interesse für die Lokalgeschichte erhöhen und die Wertschätzung von Kleindenkmalen fördern.

Ausgangspunkt ist die historische Grenzlinie von der Gehspitz an der Grenze zu Frankfurt bis zur Koberstadt im Haag bei Dreieichenhain. Diese Grenze wurde im 17. Jahrhundert mit Steinen markiert, von denen 73 noch vorhanden ist, die meisten an ihren ursprünglichen Standorten. Die sollen nun „zum Reden“ gebracht werden.

Ein Beleg dafür, dass das Vorhaben konkrete Züge annimmt sind drei Grenzsteine am Langener Weg im Dreieichenhainer Haag, die bisher dort nicht gestanden hatten.

Dazu zählt ein Dreimärker, der nach dem Sturm im August 2019 durch eine Forstmaschine versehentlich zerbrochen wurde. Die Projektgruppe ließ die Bruchstücke bergen und beauftragte die Steinmetzfirma Burkard in Dreieich mit der Restaurierung. Nun wurde der Stein von der Firma auf ein Betonfundament an Station vier des Grenzwegs gesetzt. „Die Restaurierung ist gut gelungen: Man erkennt jetzt auf den drei Seiten des Steins die Wappen der Herren von Hanau, Ysenburg und Hessen-Darmstadt“, freut sich Wilhelm Ott von den Freunden Sprendlingens. Dazu stellten er und Erhard Haller eine Tafel auf. Bei der Einweihung des Grenzwegs soll ein Schild mit Infos über den Stein und die Grenzlinie angebracht werden.

140 Meter weiter östlich wurde an der ehemaligen Grenze des Fürstentums Ysenburg und der Grafschaft Hanau ein Stein aufgestellt, der ursprünglich 200 Meter weiter südlich stand. In den 1970er Jahren wurde er in der Hainer Burg ausgestellt und, wie berichtet, kürzlich versetzt. Jetzt steht der Stein mit den beiden Wappen an Station drei wieder an seiner Grenzlinie. Ein weiteres Opfer des Auguststurms wurde 330 Meter weiter westlich des Dreimärkers mit hydraulischer Hilfe durch die Firma Burkard an Station sechs neu gesetzt. Der Stein Nummer 24 der Grenze des Fürstentums Ysenburg und der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde vor Jahren in einem Hainer Vorgarten entdeckt und am Fuß einer Buche an seinem alten Standort aufgestellt. Bei dem Sturm stürzte die Buche um und riss auch den Grenzstein heraus. Neben dem Neugesetzten findet sich ein Bäumchen mit roter Markierung. Es handelt sich um einen jungen Esskastanienbaum – einer von mehr als 100 Bäumchen, die die Dreieicher Waldfreunde in Absprache mit dem Projektteam und dem Forstamt pflanzten. In 20 Jahren wird der Grenzweg dort durch eine Esskastanienallee führen.

Bedauerlicherweise haben Unbekannte die beiden neu aufgestellten Tafel umgerissen, da der Beton noch nicht ausgehärtet war. Ott: „Wir waren natürlich sehr verärgert bis deprimiert. Aber es geht weiter: Eine der Tafeln wurde neu aufgestellt, die andere folgt.“

Das Projekt wird von den Städten Langen, Dreieich und Neu-Isenburg, dem Kreis, dem Forstamt, der Sparkasse Langen-Seligenstadt, dem Rotary Club Dreieich-Isenburg, dem Verkehrsverein Dreieich, dem Steinmetzbetrieb Burkard sowie mehreren Privatpersonen unterstützt.

Insgesamt sind drei Abschnitte von Neu-Isenburg bis Langen vorgesehen. Der südliche steht nun vor der Eröffnung  hok

Unbekannte haben diese Tafel umgerissen. Davon lässt sich die Projektgruppe aber nicht abhalten.

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