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Einige Projekte im Dreieicher Tierheim umgesetzt

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Von: Holger Klemm

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Über Streicheleinheiten von Mitarbeiterin Nadja Czernetzki freut sich Kangal-Hirtenhündin Amy. Zu den Schützlingen des Tierheims gehören mittlerweile auch Ziegen. 
Über Streicheleinheiten von Mitarbeiterin Nadja Czernetzki freut sich Kangal-Hirtenhündin Amy. Zu den Schützlingen des Tierheims gehören mittlerweile auch Ziegen.  © Strohfeldt

Kein Stillstand im Tierheim Dreieich: In der Mitgliederversammlung des Trägervereins konnte Vorsitzende Ursula Heil über einige Verbesserungen für die Schützlinge berichten. Möglich wurde dies durch ein hohes Spendenaufkommen. Auf der anderen Seite entfielen pandemiebedingt Veranstaltungen und damit Einnahmen.

Dreieich - Gab es vor der Pandemie unter anderem Tage der offenen Tür, Osterfeste und Adventskaffees, entfielen diese seitdem. Auch der für den kommenden Sonntag geplante Adventskaffee fällt aus. Vereinzelt konnte sich die Einrichtung bei externen Veranstaltungen wie dem Hundeschwimmen in Neu-Isenburg vorstellen. Geldspenden habe es da nur im geringen Umfang gegeben.

Generell aber sei die Spendenbereitschaft sehr groß gewesen. Heil nennt unter anderem Firmen- und Weihnachtsaktionen sowie regelmäßige Futter- und Geldspenden – große von ortsansässigen Firmen, kleine von Privatleuten und Kindern. Hinzu kommt, dass die Beseitigung der enormen Sturmschäden von 2019 durch Spenden gedeckt werden konnten. Auch da kam Unterstützung von Firmen beispielsweise bei Baumfällaktionen. Handwerkerleistungen wurden durch die Versicherung bezahlt.

Durch die Spenden sah sich das Tierheim in der Lage, einige Projekte umzusetzen. Mit Unterstützung der Stadtwerke gab es eine neue Anlage für die Landschildkröten. Kleintiere wie Hasen und Nager freuen sich über ein Außengehege. Für Katzenmütter ist nun dank der Vergitterung ihres Hauses ein entspannter Aufenthalt möglich, da der Nachwuchs nicht mehr entwischen kann.

„Auffällig ist, dass mehr Kleintiere im Tierheim abgegeben wurden, allein 129 im vergangenen Jahr“, führt Heil weiter aus. Dafür sei auch Corona verantwortlich gewesen. Anders sehe das bei den Hunden aus, wo die Pandemie bei der Abgabe keine Rolle gespielt habe. Das Tierheim mit seinen neun Beschäftigten hatte sich auch um Exoten zu kümmern wie Achatschnecken oder eine Boa constrictor. Es gab auch einen Neuzugang von drei Ziegen. „Im Tierheim gibt es viele verhaltensauffällige und schwer zu vermittelnde Hunde, die sachkundige Besitzer benötigen“, führt sie weiter aus. Dies stoße manchmal auf Unverständnis bei Interessierten.

Neu im Vorstand sind Karin Weltring und Vladan Vujic. Zum Vorstand gehören auch die bisherigen Mitglieder Ursula Heil, Heidi Leichter-Batz und Hans-Peter am Weg. In ihrem Ausblick weist die Vorsitzende darauf hin, dass noch etwa 20 Bäume gefällt werden müssen. Die Hundefreiläufe stehen bei schlechtem Wetter unter Wasser. Bislang habe es da noch keine überzeugenden Konzepte für eine Lösung gegeben. Das Tierheim ist auch weiterhin auf Spenden angewiesen, um Projekte dieser Art umzusetzen.  hok

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