Vereine brauchen 3200 Unterschriften

Endspurt fürs Bürgerbegehren zur Lettkaut

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Dreieich - Er könne noch keine Zahl nennen, aber er habe ein gutes Gefühl, sagt Günter Neukirch und verweist auf den Endspurt am morgigen Samstag. Von Frank Mahn 

Da stehen wieder grün beschürzte Mitglieder des Kleingartenvereins Sprendlingen, dessen Vorsitzender Neukirch ist, vor dem Rewe-Markt in der Dreieichenhainer Gleisstraße und bitten um Unterschriften. Damit ihr Bürgerbegehren in den angestrebten Bürgerentscheid münden kann, brauchen sie etwa 3200 davon. Kleingärtner und Geflügelzüchter wollen sich nicht ohne Gegenleistung aus ihrem Paradies in der Lettkaut vertreiben lassen und nur Platz machen, wenn die Stadt ihnen adäquate Ersatzflächen anbietet. Doch da tut sich nach Angaben von Neukirch nichts. Im Rathaus werde er vertröstet, das sei „mehr als enttäuschend“. Auch die Investoren rührten sich nicht. Neukirch: „Ich habe den Eindruck, die wollen das aussitzen.“

Das Projekt „Sport-, Bildungs- und Freizeitcampus Lettkaut“ ist in der Stadt höchst umstritten. Die beiden Unternehmer Hans Nolte (Hahn Air) und Hans Strothoff (MHK Group) wollen im Sprendlinger Südwesten eine deutsch-chinesische Fußballakademie und eine Internationale Schule bauen. CDU, SPD und FWG hatten im September grünes Licht zum Aufstellen eines Bebauungsplans gegeben; für die Vereine wäre dann dort wenig bis kein Platz mehr.

An der Lettkaut: In Bildern durch die Streitzone

Sie setzen deshalb auf die Solidarität der Bevölkerung und wollen einen Bürgerentscheid erreichen. Dazu sind 3 200 Unterschriften erforderlich, das entspricht einem Zehntel der Dreieicher Wahlberechtigten. Morgen Nachmittag geht"s ans Eingemachte, nämlich ans Zählen. Die Listen mit den Unterschriften wollen die Initiatoren am Montag, 13. November, Bürgermeister Dieter Zimmer überreichen. Dazu treffen sie sich um 14.30 Uhr vor dem Friedhof, um in einem Protestmarsch zum Rathaus zu ziehen.

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