100.000 Euro für 2018 bewilligt

Erstes Projekt zur Aufwertung des Bürgerparks umgesetzt

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Sema, Shama, Salma, Malik und Mahre (von links) haben das neue Spiel- und Sportgerät im Bürgerpark gestern gleich mal getestet und für gut befunden. Und wenn die Enkel Spaß haben, freut sich auch Opa Khaled Tayyer.

Dreieich - Der Anfang ist gemacht, das erste Projekt im Sprendlinger Bürgerpark umgesetzt. Nahe des Dichterhains wurden zwei Trampoline im Boden versenkt, auf denen sich der Nachwuchs austoben kann. Von Frank Mahn 

Sema, Shama, Salma, Malik und Mahre sind mit Opa Khaled Tayyer gekommen. Sie wohnen gleich um die Ecke, haben sogar ein eigenes Trampolin im Garten, aber sie wollen das neue Spiel- und Sportgerät im Bürgerpark testen. Das Hopsen macht den Kindern sichtlich Spaß.
Das 30.000 Quadratmeter große Gelände zwischen Bürgerhaus, Hallenbad, Erich-Kästner-Straße und Ricarda-Huch-Schule hat ein riesiges Potenzial für alle Generationen, dort einen Teil ihrer Freizeit zu verbringen. Doch über Jahre wurde der 1981 angelegte Park sträflich vernachlässigt, an allen Ecken und Enden fehlte es an der notwendigen Pflege von Wegen, Grün, Spielgeräten und Bänken. Die grüne Oase war in einen tiefen Dornröschenschlaf gefallen, der jetzt endlich beendet ist. Erste Verbesserungen durch Rückschnitte sind bereits sichtbar.

Nach einem interfraktionellen Antrag des Parlaments, dem Park neues Leben einzuhauchen und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, setzte der Magistrat gemeinsam mit dem Dienstleistungsbetrieb eine Bürgerbeteiligung aufs Gleis. Das Interesse war groß und machte deutlich, dass vielen Dreieichern an der Zukunft der weitläufigen Anlage gelegen ist. Auch eine Bürger-Initiative gründete sich, die Vorschläge machte und den Prozess begleitet. Die Schulen aus der Nachbarschaft und mehrere Vereine engagieren sich ebenfalls.

Nach einem extrem produktiven Infotag im Mai machte sich der von der Stadt engagierte renommierte Landschaftsplaner Dirk Schelhorn daran, die Ideen der Bürger in einem Konzept zusammenzufassen. Dazu gehören unter anderem ein Fitnessgarten, ein Parcours mit seniorengerechten Geräten, die Aufwertung der Eingangsbereiche, Wasserspielplatz, Kletterbereich, Picknickwiese mit Sonnenschirmen und natürlich die Attraktivierung der Spielplätze. Der Wunsch nach einem WC ist eher schwierig zu erfüllen, weil sehr teuer. „Dann fehlt Geld an anderer Stelle, Projekte müssten zurückgestellt werden“, sagt Erster Stadtrat Martin Burlon auf Nachfrage.

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Eine Arbeitsgruppe, in der auch Mitglieder der BI und des Jugendparlaments mitreden, berät darüber, welche Idee nach den beiden Bodentrampolinen als nächstes umgesetzt wird. Die Stadtverordneten haben für das laufende Jahr Mittel von 100.000 Euro bewilligt, die Kosten für die Trampoline betragen 13.000 Euro. Für 2019 sind weitere Investitionen in Höhe von 150.000 Euro geplant. Das, so Burlon, müsse aber noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.

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