Den europäischen Austausch gepflegt

Dreieich - 15. Netzwerkkonferenz in der Heinrich-Heine-Schule

Sprendlingen (nb) „Es ist merkwürdig, dass die Häuser hier so farbig sind. Bei uns sieht man nur Ziegelsteine und in Deutschland gibt es Gebäude in allen Farben“, beschreibt Femke van der Heide aus den Niederlanden ihre Eindrücke von Deutschland.

Femke ist eine von 30 Schülerinnen und Schülern sowie 25 Lehrenden aus Italien, Spanien, Frankreich, Finnland, England und Holland, die im Rahmen der 15. europäischen Netzwerkkonferenz für drei Tage die Heinrich-Heine-Schule besuchen.

„Das ist kein Sprachaustausch, sondern die Inhalte stehen im Vordergrund“, erklärt Michel Tätzsch, Lehrer der Dreieicher Europaschule und zuständig für die Organisation der Netzwerkkonferenz.

In Gruppen erarbeiteten Jugendlichen und Erwachsene verschiedene Projekte, die sie am gestrigen Freitag zum Abschluss in der Turnhalle vorstellten. So beschäftigte sich eine Abordnung deutscher und niederländischer Schüler mit dem Thema Ökologie. Andere Teilnehmer berichteten von ihrem deutsch-französischen Internet-Blog - „mit dieser Form der Kommunikation haben die Schüler es meist leichter als die Lehrer.“

Im Mittelpunkt des Austauschprogramms stünden die beiden Comenius-Projekte, „also von der EU finanzierte multilaterale Bildungsprojekte“, erkärte Schulleiterin Sigrid Harnischfeger. „Identity“ beschäftige sich dabei mit der Identitätsfrage im zusammenwachsenden Europa und „Well being in school“ rücke den Zusammenhang von Ernährung und schulischer Leistung in den Vordergrund.

Die Schüler fuhren im Rahmen einer „Stadtrallye“ nach Frankfurt. Dort sprachen sie mit Passanten und machten Fotos. Auf Englisch und Französisch berichteten sie nun ihren Mitschülern von ihren Eindrücken: Die Leute seien freundlicher und es sei sauberer als in London, so die englischen Schüler. Die Skyline, die Zeilgalerie sind den jungen Gästen aus den verschiedenen Ländern Europas Leuten ebenso im Gedächtnis geblieben wie die „vielen beschäftigten Menschen, die keine Zeit hatten, mit uns zu sprechen.“

„Partnerschaften mit anderen Schulen in Europa leben von solchen Austauschprogrammen“, so Englisch-Lehrer Alois Reichel.

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