Frühjahrsputz

Explosives Fundstück

Die Mädchen und Jungen des Waldkindergartens fanden am Seegewann einen Satz Autoreifen. Auch sonst waren sie beim Frühjahrsputz eifrig bei der Sache.
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Die Mädchen und Jungen des Waldkindergartens fanden am Seegewann einen Satz Autoreifen. Auch sonst waren sie beim Frühjahrsputz eifrig bei der Sache.

Dreieich - Die Teilnehmer des Frühjahrsputzes haben sich in den vergangenen Jahren schon über ungewöhnliche Funde gewundert. Doch was sie am Samstag fanden, jagte allen einen gehörigen Schrecken ein. In Dreieichenhain stießen sie in der Nähe der Burg auf eine Handgranate. Von Enrico Sauda

Der alarmierte Kampfmittelräumdienst stellte fest, dass es sich dabei um eine Übungshandgranate handelt. Noch ist ungeklärt, wie sie dorthin gelangte, wie die Polizei gestern auf Anfrage mitteilte.

Auch beim 14. Frühjahrsputz ist wieder jede Menge Müll zusammengekommen. Gut 20 Kubikmeter haben ungefähr 250 Helfer eingesammelt – darunter der übliche „Dreck“ wie Autoreifen, Flaschen, Dosen oder Zigarettenkippen.

Die 20 Mädchen und Jungen vom Waldkindergarten waren am Wendehammer am Seegewann ein paar Stunden unterwegs, doch ihren „größten“ Fund machten sie gleich zu Beginn. Im Gebüsch lag ein Satz Autoreifen. Nicht weit entfernt davon holte die kleine Maike einen Hocker aus dem Wald.

Reifen, wenn auch nur zwei, fanden auch die Mädchen und Jungen vom Jugendrotkreuz an der Hainer Chaussee unter der Autobahnbrücke. „Wir sind mit fünf Jugendlichen und drei Erwachsenen unterwegs“, erzählt Dorian Meyer. Der Zwölfjährige geht in die Ricarda-Huch-Schule und ist erst seit Kurzem beim Jugendrotkreuz, macht aber gern bei dieser Aktion mit. „Wir wollen doch schließlich in einer schönen und sauberen Stadt wohnen“, betont Dorian.

Ähnlich sieht es auch Marianne Stroh vom Odenwaldklub. Sie ist mit 14 weiteren Mitgliedern ebenfalls am Seegewann unterwegs. „Entweder hat hier schon jemand aufgeräumt oder es ist einfach nicht mehr so dreckig wie früher“, vergleicht Marianne Stroh die Situation mit der vergangener Jahre.

Dass an den Ampeln mehr Müll und Abfall liegt als am weiteren Verlauf der Straße, das fiel Max Schiemann von den Jusos auf. Gemeinsam mit zwei weiteren Jusos und drei Mitgliedern der Grünen war er ein paar Stunden unterwegs. „Uns geht es darum, dass die Stadt sauber ist.“

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