Fairtrade in den Fokus gerückt

Firma CWS Boco setzt auf Nachhaltigkeit

Dreieich - CWS Boco ist eines der führenden Unternehmen für Berufs-, Schutz- und Sicherheitskleidung in Deutschland mit der Firmenzentrale in Dreieich. Seit Anfang des Jahres verbessert das Unternehmen nun auch die Nachhaltigkeitsbilanz durch den Einkauf fair gehandelter Baumwolle. Von Enrico Sauda

Der Baumwollanteil der Kollektionen für Handwerk und Industrie, die Profi Line, wurde auf Fairtrade Material umgestellt. Neben strapazierfähigem Polyester besteht die Kollektion zu 35 Prozent aus Baumwolle. „Das Rohprodukt Baumwolle ist sehr menschenintensiv bei der Herstellung“, erklärt Max Teichner, Vorsitzender der Geschäftsführung der CWS-Boco-Gruppe. „Die Kleinbauern wollen in erster Linie einen fairen Preis für ihre Ware. Wir haben jetzt den Verhaltenskodex für die Fairtrade-Herstellung unterschrieben. “ Dabei lege das Unternehmen die zusätzlich aufkommenden Kosten ganz bewusst nicht auf die Kunden um. Das heißt, die Preise bleiben stabil. „Wir bauen darauf, dass unsere Kunden diesen Schritt schätzen. Es wird immer mehr Wert darauf gelegt, dass Unternehmen nachhaltig produzieren - und so können wir damit vielleicht auch neue Kunden gewinnen“, hofft der CWS-Chef.

Die Berufskleidung sei durch die hochwertigen Materialien und die professionelle Reinigung, Reparatur und Anlieferung sowieso schon lange haltbar und tragbar. „Wir sind schon seit Jahren Vorreiter, wenn es um nachhaltige Berufskleidung geht. Daher war es der logische Schritt, in der Beschaffung auf Fairtrade-Baumwolle umzustellen“, betont Werner Münnich, Leiter des Produktmanagements bei CWS Boco. Das Unternehmen hat 51 weitere Standorten und 3 500 Mitarbeiter, die die Nachfrage nach 38,1 Millionen Kleidungsstücken im Jahr bedienen.

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Außerdem werden 14,6 Millionen Stoffhandtuchrollen ausgeliefert und weitere vier Millionen Schmutzfangmatten. CWS Boco stellt die Kleidung und die Handtücher nicht nur her, das Unternehmen reinigt sie auch millionenfach. Dass die Klamotten aus Fairtrade-Baumwolle hergestellt sind, macht ein Etikett deutlich. Verbraucher haben die Möglichkeit, dies durch einen Code nachzuverfolgen. Wird die Zahlenkombination auf www.fairtrade-code.de eingegeben, erhält man Infos zum Ursprung des Kleidungsstücks: Herkunftsland, Name der Bauernkooperative. Außerdem erfahren Verbraucher mehr über die Projekte, die mit Hilfe der Fairtrade-Prämie umgesetzt wurden.

Rubriklistenbild: © dpa

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