Modernes Wahrzeichen für Dreieich 

Festakt zur Einweihung der MHK-Europazentrale

+
Hans Strothoff konnte mehr als 350 Besucher begrüßen. 

Dreieich - „Frei, herausragend und dennoch gut verankert. “ Gleich mehrere Festredner bei der gestrigen offiziellen Eröffnung der Europazentrale der MHK-Group beschrieben so das neue spektakuläre Gebäude am Ortseingang in Sprendlingen. Und sie nannten es als Symbol für die Erfolgsgeschichte des Unternehmers Hans Strothoff. Von Holger Klemm

Großer Bahnhof gestern Vormittag: Mehr als 350 Gäste sind der Einladung von Strothoff, dem Gründer und Vorstandsvorsitzenden der MHK-Group, gefolgt, unter ihnen Ministerpräsident Volker Bouffier, FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner, Bürgermeister Dieter Zimmer sowie Geschäftspartner, Freunde, Vertreter aus Lokalpolitik und Wirtschaft. Anlass ist die offizielle Einweihung des 65.000 Quadratmeter großen MHK-Campus mit einer architektonischen Meisterleistung als Herzstück, ein Drittel der 112,30 Meter langen Europazentrale schwebt frei.

Zu den Besuchern zählten (rechts von links) neben Bürgermeister Dieter Zimmer auch Ministerpräsident Volker Bouffier, FDP-Chef Christian Lindner und Starkoch Johann Lafer, der für die edle Verpflegung der Gäste sorgte.

In seiner Begrüßung spricht Strothoff denn auch von einem besonderen Tag für ihn, seine Verbundgruppe und die Mitarbeiter, da das Gebäude „unser Zukunftsprojekt“ sei. Bis dahin sei es ein weiter Weg gewesen. Vor 38 Jahren gegründet, sei das Dienstleistungsunternehmen für den mittelständischen Küchen-, Möbel- und Sanitärfachhandel zum europaweit agierenden Unternehmen herangewachsen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Der Umsatz von mehr als 5,5 Milliarden Euro werde von rund 3 000 der MHK-Group angeschlossenen Partner erwirtschaftet. Seit fast drei Jahrzehnten in Dreieich zuhause, waren die Büros zuvor auf verschiedene Gebäude verteilt. Die neue Zentrale biete nun die Voraussetzungen, künftig noch besser zu werden. Offen, transparent und mit modernsten Arbeitsbedingungen fördere sie die Kommunikation, den Austausch und den Zusammenhalt.

Strothoff dankt allen Beteiligten, die an der Umsetzung seiner Zukunftsvision mitgearbeitet hätten – allen voran Albert Speer. Der Unternehmer bedauert, dass der renommierte Architekt, der im September 2017 verstarb, die Einweihung nicht mehr miterleben konnte.

Das Bekenntnis zu Europa wurde auch durch den Auftritt der Firedancer unterstrichen (zu Klängen von Beethovens Neunter Sinfonie).

Mit dem Ensemble aus MHK- Europazentrale, dem Schulungs-, Bildungs- und Kulturzentrum area3 sowie dem weitläufigen Landschaftspark sei man für die Zukunft aufgestellt und auf weiteres Wachstum ausgerichtet. Strothoff betont die besondere Rolle der Stadt Dreieich in der Erfolgsgeschichte. Man habe immer gut mit der Politik zusammengearbeitet, nicht nur als MHK-Group, sondern auch mit der Strothoff International School und der Initiative Zukunft Dreieich. Deshalb wolle er als Unternehmer seiner neuen Heimat auch etwas zurückgeben. Strothoff zeigt sich überzeugt, dass der Campus dem Standort, der Stadt und der Region wichtige Impulse geben werde. „Und ich hoffe, dass wir mit diesem Schritt den einen oder anderen Unternehmer oder Investor begeistern können, am Standort Dreieich zu investieren.“

Ministerpräsident Volker Bouffier spricht nicht nur von einem guten Tag für Dreieich und die Region, sondern auch für Hessen und Deutschland. Der CDU-Politiker lobt Mut, Zuversicht, Tatkraft und Entschlossenheit von Strothoff, die in dem Gebäude zum Ausdruck komme und die für das ganze Land beispielhaft sein sollte. Bouffier erinnert an die Bedeutung der familiengeführten Unternehmen für den wirtschaftlichen Erfolg in Deutschland. Zugleich würdigt er den Einsatz von Strothoff für das Zukunftsthema Bildung und nennt neben der Strothoff International School auch die Unterstützung der Goethe-Universität in Frankfurt.

Europafest in Obertshausen: Bilder

Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner betont, dass man nicht nur in Festreden den Erfolg der familiengeführten Unternehmen und des Mittelstandes hervorheben sollte. Man müsse diese auch unterstützen. Zusätzliche Belastungen der Unternehmen dürfe es nicht geben. Ausgehend von der Europafahne auf dem Dach des Gebäudes legt der FDP-Chef ein Bekenntnis zu Europa ab. Deutschland dürfe nicht länger Jein sagen.

Bürgermeister Dieter Zimmer sieht einen Gewinn für Dreieich und die Region. Mit dem Gebäude habe Strothoff ein modernes Wahrzeichen für die Stadt gesetzt – neben den historischen. Zimmer freut sich über das Bekenntnis von Strothoff zu Dreieich, der auch soziale Projekte fördere sowie in seinen Engagement und Bekenntnis nie nachgelassen habe. Eine Kommune könne froh sein, wenn sie solche Unternehmen in ihren Reihen habe. Auch der Verwaltungschef erwähnt die weithin sichtbare Europafahne, die für ein starkes Europa und damit auch für ein weltoffenes und tolerantes Dreieich stehe.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare