Stadt Dieburg als Vorbild

Flüchtlinge: Grüne für Haftpflichtversicherung

Dreieich - Die Stadt soll für die Asylbewerber in Dreieich eine Haftpflichtversicherung abschließen, um die Bevölkerung vor eventuellen materiellen Schäden zu schützen. Diese Forderung stellen die Grünen und haben einen Antrag in die laufende Sitzungsrunde eingebracht.

Als Vorbild nehmen sie die Stadt Dieburg, die eine Versicherung abgeschlossen hat. Zum Hintergrund: Sollten Flüchtlinge – beispielsweise als Fußgänger oder Radfahrer – einen Unfall auslösen oder durch falsche Handhabung ein teures Gerät beschädigen, sind diese in der Regel nicht versichert. Gleichzeitig sind aber nur sie haftbar. Die Stadt oder Gemeinde, in der sie leben, muss nicht dafür aufkommen. Da die meisten Flüchtlinge kaum über ausreichend Mittel verfügen, würde das Opfer auf den Kosten sitzenbleiben. Um das zu verhindern, hat Dieburg eine Pauschal-Haftpflichtversicherung für Asylbewerber abgeschlossen. Vergleichbares fordern die Grünen für Dreieich. Für 500 Flüchtlinge (Stand Ende Januar) rechnet Fraktionsvorsitzender Roland Kreyscher mit Kosten von bis zu 15.000 Euro pro Jahr. Angesichts möglicher Schäden, die Dreieicher durch den fehlenden Versicherungsschutz von Asylbewerbern erleiden könnten, sei der Betrag überschaubar. Nicht berücksichtigt seien bei der Rechnung die gestern veröffentlichten Zuweisungszahlen.

Bilder: So helfen Sie Flüchtlingen in der Region

hok

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion