Flughafen macht Gewerbegebiet attraktiver

Dreieich (hok) - Es sind zwar nur Fahrgastzahlen, die die Verkehrsbetriebe in ihrem Jahresbericht jüngst veröffentlicht haben. Aber in dem wachsenden Zuspruch der Linie 67 sieht die CDU einen Beweis für die besondere Bedeutung des Flughafens für die Stadt und ihre finanzielle Lage.

Beim 67er, der über Neu-Isenburg zum Flughafen fährt, gab es 2011 ein Plus von 866.000 auf 947.000 Fahrgästen. „Mit diesem Plus von 9,4 Prozent wird deutlich, wie wichtig die direkte Anbindung des Gewerbegebietes in Sprendlingen an den Flughafen ist“, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Hartmut Honka.

Durch die zudem seit Dezember des vergangenen Jahres erfolgte Anbindung an den jungen Frankfurter Stadtteil Gateway Gardens werde das Gewerbegebiet Sprendlingen unmittelbar mit vielen neuen Unternehmen verbunden und damit als Standort attraktiver.

Sprendlingen als kostengünstiger und gut erreichbarer Standort

Die CDU geht noch weiter. „Dies macht in unseren Augen klar, wohin die Reise gehen muss: Der Standort Gewerbegebiet Sprendlingen muss aktiver als kostengünstiger und gut erreichbarer Standort für nationale und internationale Unternehmen beworben werden“, fordert Honka. Nur so könnten mehr steuerkräftige Unternehmen in Dreieich angesiedelt und damit mittelfristig auch die finanzielle Lage der Stadt wieder verbessert werden.

Der CDU-Politiker zeigt sich abschließend froh darüber, dass bei der Beratung des Kienbaum-Gutachtens alle Fraktionen eine Abschaffung des gesamten öffentlichen Personennahverkehrs abgelehnt haben.

Entscheidende Wochen und Monate stehen bevor

Man müsse allerdings gerade jetzt besonders auf der Hut sein. Denn für die allseits gewünschte Regionaltangente West, die von Bad Homburg beziehungsweise vom Frankfurter Nordwestzentrum über den Flughafen auch nach Dreieich führen soll, stehen nach Ansicht von Honka entscheidende Wochen und Monate bevor. „Nach meiner Meinung wird sich bald zeigen, ob die bisherigen Planungen Realität werden oder ob am Ende nur viel Geld nutzlos investiert wurde“, so der Fraktionschef. Vor allem der Frankfurter Verkehrsdezernent Stefan Maier, der Mitglied der Grünen ist, müsse bald erklären, ob er den Worten auch Taten folgen oder er ein „gutes Projekt für die gesamte Region sterben lässt“.

Rubriklistenbild: © dpa

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