Fotowettbewerb

Mit der Kamera durch die Stadt

Die gedoppelte Ansicht der Fahrgasse samt Obertor hat der Redaktions-Jury besonders gut gefallen. Ob es auch ins Memory kommt, entscheiden Dreieicher Oberstufenschüler im nächsten Jahr.

Dreieich - So kann es weitergehen: Der Fotowettbwerb, den die Bürgerstiftung in Gründung und unsere Zeitung gestartet haben, ist auf ein breites Echo gestoßen. Gut 80 Bilder sind bislang in der Redaktion eingegangen. Von Frank Mahn

18 Leser haben zur Kamera gegriffen und uns – ganz wie gewünscht – mit Motiven aus allen Stadtteilen bedient. Nun geht es in die zweite Runde des Wettbewerbs mit dem Titel „Dreieich von seinen schönsten Seiten – Ansichten einer Stadt“. Nachdem er endlich angekommen ist, freuen sich Bürgerstiftung und Redaktion auf Fotos, die den Sommer dokumentieren.

Zunächst gilt es, ein Versprechen einzulösen. Um einen kleinen Anreiz zum Mitmachen zu schaffen, vergibt die Redaktion vierteljährlich einen Preis für das ihrer Meinung nach gelungenste Bild. Die Wahl fiel der OP-Jury alles andere als leicht, weil mehrere Bilder handwerklich und auch künstlerisch gut gemacht sind. Ausgewählt wurde schließlich ein Foto von Claus Liewerkus. Es zeigt die Fahrgasse samt Obertor gedoppelt. Der Fotograf ist ein alter Hase, der zum Beispiel schon in der Winkelsmühle ausgestellt hat. Der 75-jährige Liewerkus war schon als Jugendlicher mit der Kamera unterwegs. Seit gut 25 Jahren ist der Sprendlinger Mitglied im Lufthansa-Fotoclub, auch dem Fotoclub Dreieich gehört er an, wie er gestern bei der Übergabe des Preises berichtete. Den stiftete freundlicherweise Brigitte Menke von der Sprendlinger Bücherstube.

Erlös fließt in Aktion „Lebendige Nachbarschaften“

Aber keine Angst: Man muss kein „Halbprofi“ sein, um mitzumachen. Beteiligen kann sich jeder, der eine Kamera bedienen kann und das ehrgeizige Ziel unterstützen möchte, das hinter dem Ganzen steht. Aus allen Einsendungen werden nämlich 36 Motive ausgewählt, aus denen ein Memory entstehen soll. Der Erlös aus dem Verkauf des Spiels fließt in die Aktion „Lebendige Nachbarschaften“ in Götzenhain. Dieses Projekt will die Bürgerstiftung um Renate Borgwald und Dr. Heidi Soboll als erstes nach ihrer für Herbst geplanten Gründung unterstützen. Die Initiatoren wünschen sich, dass dieses Projekt auf andere Stadtteile abfärbt.

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Frühling, Sommer, Herbst und Winter – der Wettbewerb soll die Stadt in allen Jahreszeiten und mit all ihren fünf Stadtteilen abbilden. Der Auswahl der Motive sind im Prinzip keine Grenzen gesetzt. Die Teilnehmer können Bilder von Gebäuden, Plätzen, von Festen und Märkten einschicken, sie können mit der Kamera durch die Natur streifen oder Menschen in Aktion ablichten – zum Beispiel beim Sport, beim Badespaß im Sprendlinger Parkschwimmbad oder bei anderen Freizeitaktivitäten. Wenn Personen auf den Fotos sind, bedarf es zur Veröffentlichung allerdings einer schriftlichen Einverständniserklärung. Die Modalitäten zum Wettbewerb finden sich im Internet.

Mit der Kamera durch die Stadt streifen kann den Blick schärfen für Dinge, die man so vielleicht noch gar nicht wahrgenommen hatte. Also: Nix wie raus und auf den Auslöser gedrückt. Zum Wettbewerb zugelassen sind ausschließlich digitale Fotos, die Dateigröße sollte bei etwa einem MB liegen. Vor Augen haben sollte man, dass die Motive später auf quadratische Kärtchen gedruckt werden sollen – klassische Hochformate sind dafür definitiv nicht geeignet. Jeder Teilnehmer kann uns mehrere Bilder schicken (red.dreieich@op-online.de, Stichwort Fotowettbewerb). Allerdings sollte eine „Fuhre“ per E-Mail nicht mehr als 20 MB haben, sonst kann’s passieren, dass die Dreieicher Ansichten irgendwo in der virtuellen Welt verschwinden. Was wir benötigen: eine kurze Beschreibung des Motivs, Titel der Aufnahme, Ort und Zeit, wann sie entstanden ist, und natürlich Name, Adresse und Telefonnummer des Einsenders. Bürgerstiftung und Redaktion wünschen gutes Gelingen!

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