Freunde Sprendlingens kritisieren Zustand

Bahnhofsumfeld in Sprendlingen aufwerten

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Der Vorstand der Freunde Sprendlingens mit (von links) Winfried Ossner, Erhard Haller, Wilhelm Ott, Wolfgang Deißler und Alfred Liederbach setzt sich für eine Verbesserung der Situation des vernachlässigten Bahnhofsumfelds in Sprendlingen ein.

Sprendlingen - Mit dem Erscheinungsbild des Bahnhofsumfelds sind die Freunde Sprendlingens alles andere als zufrieden. Die Mitglieder schritten nun selbst zur Tat.

„Dreieich hat viele schöne Plätze, aber auch Stellen, die weniger vorzeigbar sind. Eine dieser Stellen ist das Umfeld des Sprendlinger Bahnhofs“, meint Vorsitzender Wilhelm Ott. Das Gelände sei ungepflegt, schmutzig, voller Stolperstellen und Schlaglöcher. „Eigentlich sind der Bahnhof und die Güterhalle ein schönes Ensemble, aber durch die jahrzehntelange Vernachlässigung ist daraus ein Unort geworden“, kritisiert er. Bereits 1986 habe es Pläne zur Neustrukturierung gegeben. Auch der vom Verein „Zukunft Dreieich“ initiierte Masterplan fordere eine Aufwertung des Bahnhofs. Doch geschehen sei lange Zeit nichts oder nur wenig. Immerhin habe kürzlich die Bahn einen Zugang zum Bahnsteig mit Betonsteinen legen lassen. „Es gab offensichtlich Gespräche zwischen der Stadt und der Bahn, um die Situation zu verbessern. Sie blieben aber ohne Ergebnis“, vermutet Ott.

Der Heimatverein leistete nun einen Beitrag zur Aufwertung. Das historische Pflaster auf dem Vorplatz war defekt, die Löcher waren nur mit Grobsplitt gefüllt. Mit Genehmigung und Unterstützung der Bahn sowie weiterer Sponsoren haben die Freunde Sprendlingens mit der Gartenbaufirma Tippelt das Pflaster ergänzt, defekte Steine ausgetauscht und mit Asphalt gefüllte Löcher wieder beseitigt. Die Firma Bratengeier stellte die Pflastersteine kostenlos zur Verfügung.

Der Besitzer des Bahnhofs, dem ein Drittel des Platzes gehört, ist laut Ott einverstanden, die unpassenden gemauerten Poller zu ersetzen. „Wichtig wäre zukünftig auch die Beseitigung der Schlaglochpiste Richtung Güterhalle und ein regelmäßiger Pflanzenschnitt. Das Gelände drängt sich als Park&Ride-Platz auf“, fordert Ott.

Bilder: Stadtfest in Dreieich

Ärgerlich sei auch die fehlende Wegeverbindung von der Rostädter Straße zum Bahnsteig. Dafür seien sogar schon Lampen gesetzt worden. Doch obwohl sich die Nutzerinitiative Dreieichbahn seit Jahren dafür einsetze, sei nichts geschehen. Ott: „Die Bahnreisenden stolpern nach wie vor am Bahngleis entlang, um zu ihrem Zug zu kommen.“ Die Freunde Sprendlingens appellieren deshalb an Stadt und Bahn, trotz der bekannten Probleme wie den komplexen Eigentumsverhältnissen endlich zu Lösungen zu kommen. (hok)

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