Farbig, heiter und verspielt

Frühjahrsschau der 28. Kunsttage

+
Ilse Dreher von der Kunstinitiative stellt die Frühjahrsausstellung der 28. Dreieicher Kunsttage vor. Vom 12. bis 29. April sind die Arbeiten von vier Künstlern in der Städtischen Galerie zu sehen.

Dreieich - Vier Künstler gestalten die Frühjahrsausstellung der 28. Kunsttage mit Werken, die sie unter das Motto „Witz – Anmut – Lebensfreude“ gestellt haben. Hinzu kommt eine Skulptur auf dem Platz vor dem Bürgerhaus. Von Holger Klemm 

Der Dreieicher Kunstinitiative um Ilse Dreher gelingt es jedes Jahr, mit etwas Neuem aufzuwarten. Während im vergangenen Frühjahr ein Treffen mit der renommierten Darmstädter Sezession, im Sommer das 3D-Video-Mapping an der Burg sowie im Herbst die Beschäftigung mit Natur Art im Fokus standen, wird es diesmal vor allem farbenfroh und heiter. Irritationen des Betrachters sind dabei erwünscht, werden sie doch tief in eine Welt „des Irrsinns und der Anmut entführt“.
Die beteiligten Künstler haben zum Teil schon bei den Kunsttagen ausgestellt. Esther Bott ist seit einigen Jahren Mitglied der Kunstinitiative. Die in Frankfurt lebende Künstlerin nutzt Formen des alltäglichen Gebrauchs, die einen Transformationsprozess durchlaufen, bei dem die Farbe eine besondere Rolle steht. Als Material nutzt sie Silikon.

Hermelinde Hergenhahn, die an der Frankfurter Städelschule studierte und in Amsterdam lebt, zeigt ihre zarten und heiteren Zeichnungen. Hinzu kommt ein Video, das wie das traditionelle holländische „Spionnetje“ (kleiner Spiegel vor der Tür) ist. Auf ihm kann man sehen, wer vor der Haustür steht. Aber natürlich eignet es sich auch, um ungesehen am Leben auf der Straße teilzunehmen.

Matthias Kraus, der an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach studierte, treibt es farbenfroh auf Leinwand und Karton. Der in Hasselroth und Berlin lebende Künstler arbeitet figürlich und verbindet mit Bewegungen bestimmte Situationen. Er beschäftigt sich zudem mit Palindromen (Worte und Sätze, die auch rückwärts gelesen einen Sinn erheben).

Martin Schröder aus Gelnhausen, der unter anderem an der Städelabendschule studierte, belebt die Tradition der Vexierbilder (Such- oder Rätselbilder). Bei der Betrachtung fühlt man sich wie in einem Irrgarten der Gesichter und Konturen.

Vernissage ist am Donnerstag, 12. April, um 19 Uhr in der Städtischen Galerie, Fichtestraße 50a, mit Bürgermeister Dieter Zimmer als Schirmherr. Für die musikalische Begleitung sorgt am Kontrabass Sascha Teuber. Zudem versprechen die vier Künstler im Anschluss einen „farbigspritzenden Quadrolog“. Dabei werden farbige Getränke serviert.

Archivbilder

Eröffnung der Kunsttage in Dreieich

Mit einer Besonderheit warten die Kunsttage am Samstag, 28. April, um 18 Uhr auf. Dann wird die Skulptur „Casa Maxima“ von dem in Frankfurt lebenden Künstler Migu M. Syed auf dem Gustav-Halberstadt-Platz vor dem Bürgerhaus eingeweiht. Sie soll dort einige Zeit stehen bleiben. Syed beleuchtet in der Skulptur das Spannungsverhältnis zwischen Skulptur und Architektur. Zur Einführung spricht Brigitte Haasner (Galerie B. Haasner aus Heusenstamm). Damit verbunden ist der diesjährige Beitrag der Dreieicher Musiktage. Die Sopranistinnen Doris Cauer und Ruth Luxenhofer präsentieren klassische Duette, am Flügel begleitet von Carolin Liebert. Passend zum Motto der Kunsttage gibt es zur Finissage am Sonntag, 29. April, um 15 Uhr bunten Kuchen zu Kaffee und Tee. Dabei steht auch die Preisverleihung der Kunstaktion „Stempeln Sie mit!“ an, die 2017 zur 40-Jahr-Feier der Stadt verschiedene Orten in Dreieich miteinander verband.

Eine Änderung gibt es bei den Öffnungszeiten. Der Freitag entfällt, da er sich laut Ilse Dreher als schwieriger Tag für Galerien und Ausstellungen entpuppt hat. Zu sehen ist die Schau bis 29. April samstags in der Zeit von 15 bis 19, sonntags von 11 bis 17 Uhr sowie jederzeit nach Vereinbarung. Anmeldungen dafür sind über das benachbarte Bürgerhaus, 06103/60000, möglich. Auch Führungen können dort vereinbart werden.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.