Musical der RHS als herausragend gewürdigt

Gemeinsam gegen Abschiebung

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Ordentlich Preisgeld sahnten die acht Schulen beim diesjährigen Schulförderpreis der Frankfurter Sparkasse ab. Vom Grundschüler bis zum Gymnasiasten beschäftigen sich alle mit dem wichtigen Thema Zusammenhalt.

Dreieich - Gemeinsam gestaltete Riesenkunstwerke, Freundschafts-Elfchen und ein Musical zum Thema Abschiebung – das sind nur einige kreative Projekte, die beim diesjährigen Schulförderpreis gepunktet haben.

Die Schüler der acht Grund- und weiterführenden Schulen haben sich für den Wettbewerb der Frankfurter Sparkasse für die Stadt Dreieich mit dem Thema „Zusammenhalt“ auseinandergesetzt. Für ihre einfallsreichen Projekte wurden sie mit Geldpreisen ausgezeichnet. Die Jury, bestehend aus der ehrenamtlichen Stadträtin Renate Borgwald, Angelika Fischer vom Staatlichen Schulamt, Ottilie Wenzler, Geschäftsführerin der Stiftung der Frankfurter Sparkasse, und Rüdiger Kohl, Leiter der Dreieicher Filiale, verteilte das Preisgeld von insgesamt 2 550 Euro. Sie legte Wert darauf, wie gut das Thema in den Unterricht integriert wurde und wie intensiv sich die Schüler an den Projekten beteiligt hatten.

Schon die Kleinsten bewiesen, wie vielseitig sich „ Zusammenhalt“ interpretieren lässt. Die Zweitklässler der Erich Kästner-Schule nahmen sich des Themas im Ethikunterricht mit Geschichten, Liedern, Spielen und Gruppenaufgaben an – unter dem Motto „Zusammen schaffen wir das“. Zudem gestalteten sie gemeinsam eine Wand im Schulgebäude, die das Motto eindrucksvoll darstellte. Sie erhielten dafür ein Preisgeld in Höhe von 150 Euro. Gleich drei Jahrgangsstufen der Ludwig-Erk-Schule erforschten das Thema musikalisch und künstlerisch. Dabei ging es nicht nur um Freundschaft, sondern auch um Dinge, die ausschließlich zusammen funktionieren. So wie die Erkenntnis der Grundschüler, dass es die Sonne ohne den Himmel gar nicht geben könnte. Das belohnten die Juroren mit 250 Euro.

In der Karl-Nahrgang-Schule erwartete die Jury ihr „grünes Wunder“. Schüler aller Jahrgangsstufen gestalteten passend zum Schulmotto „Miteinander leben und lernen“ eine grüne Wand. Dafür hatte jedes Kind ein kleines grünes Kunstwerk gefertigt, das zu einem großen zusammengesetzt wurde. Zudem sangen die Schüler ein selbst gedichtetes Lied. Die jungen Künstler erhielten dafür 300 Euro Preisgeld. Alle 250 Gerhart-Hauptmann-Schüler beteiligten sich unter dem Titel „Wir halten zusammen“ und sangen ebenfalls. Dazu zeigten sie Freundschafts-Elfchen und andere tolle Bastelarbeiten. Das belohnten die Stifter mit 300 Euro.

Auch die Schillerschule schmetterte ein Ständchen für die Jury, bevor die Schüler ihre selbst geschriebenen Geschichten, Comics und einen Film zum Thema Zusammenhalt präsentierten. Für sie gab es 350 Euro Preisgeld, ebenso wie für die sieben Klassen der Heinrich-Heine-Schule. Sie hatte besonders beschäftigt, wie das Leben im urbanen Raum zusammen funktioniert. Alle elf Klassen der Wingertschule machten diesmal mit: Zu den vielen Projekten gehörten eine Friedensbrücke, die Streitende zusammenführt, Freundschaftsherzen und ein „Zusammentreffen der Kulturen“. Den Ideenreichtum belohnte die Jury mit 400 Euro.

Mehr als 6000 Flüchtlinge in Heimat zurückgekehrt

Den Löwenanteil des Preisgelds sahnte aber die Ricarda-Huch-Schule ab. Die Jury würdigte das Projekt der Gymnasiasten als „herausragend“: Die Schüler führten ein Musical über menschliche Solidarität und Zusammenhalt unter Jugendlichen auf. Das Stück „Jana muss bleiben“ erzählt von einem Mädchen, das gemeinsam mit ihrer Familie abgeschoben werden soll. Die beeindruckende Ausarbeitung und den großen Aufwand belohnte die Jury mit 450 Euro Preisgeld. Das Thema für nächstes Jahr – es ist bereits die 18. Ausgabe – steht schon fest: Dann drehen sich alle Projekte um „Verantwortung“. (jrd)

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