„Genuss und Gartenlust“

Frische Messe-Brise in der Burg

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Inspirierende Reise durch die Gartenwelt: 72 Aussteller zeigten am Wochenende vor historischer Kulisse neueste Trends und Gestaltungsideen. Dass es eine Wiederholung der Messe in Dreieichenhain geben soll, steht für die Macher bereits fest.

Dreieich - Sellerie, Steinskulpturen und Salate – bei der ersten Ausgabe von „Genuss und Gartenlust“ in der Burg Hayn boten am Wochenende 72 Aussteller aus den unterschiedlichsten Sparten ihre Produkte an. Von Enrico Sauda 

Von blühenden Pflanzen über Samen, junge Stauden und frische Kräuter bis zu Gartenmöbeln, Rankhilfen und Rosenständern, Gartenzubehör, Terrassenkaminen und Grills reichte das Angebot. Und nicht nur im Burggarten ging’s zur Sache – auch im Burgkeller und im Turm gab es einiges zu bewundern. Doch die mehreren tausend Besucher, die die erste Ausgabe dieser Schau unter die Lupe nahmen, erhalten auch Informationen darüber, wie sie ihren Garten besser bebauen und ausstatten können. „Mir gefällt, dass ich hier so viele Anregungen für Gestaltungsmöglichkeiten erhalte und Dinge sehe, die ich vorher nicht kannte“, findet Trudel Schmitt aus Frankfurt. Sie ist zufällig mit einer Freundin in Dreieichenhain und schaut bei der Veranstaltung vorbei. „Gut ist auch, dass ich Korianderpflanzen gefunden habe, die ich sonst vergeblich gesucht habe“, so die Frau weiter, die im kommenden Jahr auf jeden Fall wiederkommen möchte.

„So ein Angebot steht und fällt natürlich mit dem Wetter“, weiß der zufriedene Veranstalter Jens Nippen von der privaten Agentur VT-Veranstaltungen, die das Ganze auf die Beine gestellt hat. „Wir haben Glück.“ Doch im Vorfeld und bei den Vorbereitungen tat er sich nicht immer leicht. „Wir haben 400 Gartenhäuser angeschrieben, doch keines wollte mitmachen. Lieber mochten sie abwarten, wie die erste Ausgabe läuft“, erklärt Nippen, der jetzt schon den Termin für Edition Nummer zwei ausgibt: „In der dritten Aprilwoche im nächsten Jahr sind wir wieder hier.“

Bilder von „Genuss und Gartenlust“

„Genuss und Gartenlust“ rund um Burg in Dreieichenhain

Für Dreieichenhain als Austragungsort entschied sich der Fachmann, weil er das Areal bereits vom Weihnachts- und Mittelaltermarkt her kennt – „es ist einfach ein wunderschönes Ambiente“. Das findet auch Kunsthandwerker Klaus Schillais aus Bonn. „Es spricht sich einfach rum, dass eine Genussmesse stattfindet, und da habe ich Jens Nippen kontaktiert.“ Den Entschluss, zwei Tage lang in Dreieichenhain zu verbringen, bereut er nicht. „Die Messe wird gut angenommen und es kommen viele kauffreudige Kunden“, freut sich Schillais.

Doch nicht nur die Kunden und Aussteller kommen auf ihre Kosten, das Rahmenprogramm begeistert auch die kleinen Besucher. Da sind unter anderem Schminken und Jonglage angesagt. Im Eintrittsgeld inbegriffen ist für die Besucher auch ein Service, der ihnen verrät, wie viel ein Erbstück wert ist. Und bei einem Workshop mit einem afrikanischen Trommelbauer können nicht nur Mädchen und Jungen die Grundregeln des Trommelns erlernen.

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