Mehrgenerationenhaus RaBe

Gewinn für den Sprendlinger Norden

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Pralles Programm: Stefan Petzold und seine Kollegen haben wieder ein umfangreiches Monatsprogramm des RaBe ausgearbeitet. Im neuen Infokasten vor dem Stadtteilzentrum ist es ab nächster Woche zu sehen.

Dreieich - Seit fast zwei Jahren gibt es das Mehrgenerationenhaus RaBe im Sprendlinger Norden, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, mit den benachbarten Institutionen zusammenzuarbeiten. Die Angebote für Jung und Alt im Stadtteil kommen gut an – und es kommen neue hinzu. Von Nicole Jost

Im Stadtteilzentrum in der Hegelstraße sind die Ferien kaum spürbar: Im Foyer herrscht am Vormittag Hochbetrieb. Gerade werden Lebensmittel für den Foodsharing-Kühlschrank angeliefert. Joghurt, Rosenkohl und Brokkoli stapeln sich hinter der Glastür und warten darauf, abgeholt zu werden. Am Bücherschrank stöbern zwei Teenager nach passender, kostenloser Lektüre für die schulfreie Zeit. Eine Nachbarin kommt ins Zentrum, um den neuen Flyer für das Monatsangebot abzuholen. Ruhiger ist es im Obergeschoss, denn das Kinder- und Jugendangebot pausiert noch.

Spaß mit Karten und Co.: Beim Ferienprogramm von RaBe hatten im vergangenen Sommer alle Kinder viel Freude. Das Angebot wird es auch dieses Jahr wieder geben.

„Wir sind sehr zufrieden, dass sich das Stadtteilzentrum als solches fast zwei Jahre nach der Eröffnung so gut entwickelt hat und angenommen wird“, sagt Leiter Stefan Petzold. Auch das Mehrgenerationenhaus RaBe – der volle Name lautet „Raum der Begegnung“ – im Sprendlinger Norden, das im Februar 2017 gestartet ist, sei ein echter Erfolg. Unter dem Dach des RaBe sind nicht nur das Stadtteilzentrum, sondern auch das Familienzentrum Bunte Kirche der Evangelischen Versöhnungsgemeinde, der Verein Forum Sprendlingen Nord, die Nieder-Ramstädter Diakonie mit dem benachbarten Wohnhaus für Menschen mit Behinderung sowie die Kitas der Evangelischen Gemeinde und der Stadt organisiert.

Hoch im Kurs stehen die Treffen im gemütlichen Café im Erdgeschoss des Neubaus. „Ob die Mahlzeit am Montagmittag, Kaffee und Kuchen, ,meet & eat‘ am Mittwochnachmittag oder das Mittagessen nach dem Seniorenspaziergang, das freitags von der städtischen Seniorenarbeit unterstützt wird – bei all diesen Angeboten sind wir wirklich an der Kapazitätsgrenze“, sagt Petzold. Er kennt auch die Gründe: Die gute Resonanz liege zum einen daran, dass es im ganzen Sprendlinger Norden kaum eine Möglichkeit gebe, sich einfach zu treffen, eine Kleinigkeit zu einem kleinen Preis zu essen und zusammenzusitzen. Aber auch die Köchin Gabriela Andresen, die ausgezeichnete Speisen auftische, trage zu dem großen Erfolg des Angebots bei.

Ganz neu ins Programm aufgenommen wurde ein inklusives Kreativangebot. Veronika Martin, die gemeinsam mit Petzold das RaBe leitet, hat mit Unterstützung des Rotary Clubs Dreieich-Neu-Isenburg eine Kunstpädagogin gewonnen, die das Kunstprojekt für Bewohner des benachbarten Hauses der Nieder-Ramstädter Diakonie, für Flüchtlinge und alle Sprendlinger Nachbarn leitet. Bis Juni sind 20 Termine zum gemeinsamen Malen geplant. „Wir sind mit einem Pilot-Termin im November probeweise gestartet und es sind in diesen drei künstlerischen Stunden in Kleingruppen und gut betreut hochwertige Arbeiten mit tollen Materialien entstanden. Dieses Projekt ist ein echter Gewinn für das Quartier und wird die ohnehin schon gute Zusammenarbeit mit der Nieder-Ramstädter Diakonie weiter stärken“, ist Petzold überzeugt.

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Die ersten Monate nach der Eröffnung seien die „Kinder der Ringe“, das Kinder- und Jugendprogramm des Stadtteilzentrums, ein wenig die „Achillesferse“ des Zentrums gewesen. „Die Senioren unten im Haus haben sich beim Kaffeetrinken manchmal von den tobenden Kindern oben gestört gefühlt“, sagt der Leiter des Stadtteilzentrums schmunzelnd. Aber das Team der städtischen Jugendförderung habe schnell auf die Kritik reagiert: Jetzt gehen die Jungs und Mädels zum Toben raus und mit ihrem Programm im Obergeschoss sind sie beim Hausaufgabenmachen, beim Pizzabacken oder Basteln ruhiger.

Unter dem Dach von RaBe wird es wieder ein Ferienprogramm geben, das im vergangenen Jahr erstmals angeboten und sehr gut angenommen wurde. Auch das Sommerfest im Mehrgenerationenhaus soll fest etabliert werden.

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