Zweite Impfrunde abgeschlossen

Großer Schritt im Haus Dietrichsroth in Dreieich

Symbolbild
+
Die zweite Runde der Impfaktion in den Altenheimen im Kreis Offenbach konnte abgeschlossen werden.

Im Impfen gegen das Corona-Virus liegt für viele Experten der Schlüssel zur Rückkehr in ein normales Leben. Und da sind die Alten- und Pflegeheime im Kreis Offenbach einen großen Schritt vorangekommen, um möglichst bald wieder den Alltag zu ermöglichen. Am Wochenende konnte der zweite Impfdurchgang abgeschlossen werden. Das ist auch im Johanniter-Haus Dietrichsroth in Dreieich mit seinen 123 Voll- und Teilzeitplätzen der Fall.

Dreieich - Dort wurde seit dem 28. Dezember geimpft. Wichtig für eine gute Quote, vor allem auch unter den etwa 100 Mitarbeitenden, ist das persönliche Gespräch, bei dem Sorgen und Probleme offen thematisiert werden können, heißt es aus dem Haus. „Die Impfbereitschaft ist dort hoch, wo Mitarbeitende gut informiert werden“, sagt denn auch Einrichtungsleiterin Gabriele Roettger. Gemeinsam mit der Pflegedienstleitung und der Kollegin vom Sozialen Dienst bietet sie Sprechstunden an. Es gibt auch Dienstbesprechungen.

„Bereits kurz nach Weihnachten haben die ersten Impfungen sehr viel Zuversicht ausgelöst. Nun stellen sich durch die verschiedenen Impfstoffe wieder neue Fragen“, erklärt Roettger. Es sei wichtig, auch hier auf Fragen und Bedenken einzugehen. „Die Entscheidung ist aber freiwillig und soll es auch bleiben.“

Die Impfbereitschaft in den Johanniter-Seniorenhäusern insgesamt sei erfreulich hoch. Im Dietrichsroth sind rund 86 Prozent der Bewohner immunisiert und 70 der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vorerst gilt aber weiterhin für alle, die Hygieneregeln einhalten, Maske tragen und, soweit in einem Seniorenhaus möglich, Abstand halten sowie Tests umsetzen. Nachimpfungen gibt es aktuell für neue Bewohner. „Wir haben einige wenige freie Plätze“, so Roettger. Voraussetzung für einen Einzug sei ein negativer PCR-Test.

Eine Sache bedauert sie. Die Bewohner des Betreuten Wohnens (53 Wohnungen) wurden in die Impfaktion des Kreises nicht mit einbezogen. „Leider, leider“, sagt Roettger. Das Johanniter-Haus habe das vorgeschlagen, was aber abgelehnt worden sei. Die Bewohner müssen sich selbst um Termine im Impfzentrum kümmern. Eine Mitarbeiterin hilft dabei, einen Termin zu bekommen, was für die Senioren Ü80 zu Beginn der Impfkampagne in Hessen mit einigen Hürden und vor allem viel Geduld verbunden war. Auch die noch nicht geimpften Mitarbeiter, die das nachholen wollen, können Termine fürs Impfzentrum vereinbaren.

Um den Jahreswechsel waren auch Angehörige der Bundeswehr im Dietrichsroth im Einsatz. Der Einsatz ist mittlerweile abgeschlossen. Roettger erinnert sich sehr gerne an das Engagement. „Die Soldatinnen und Soldaten waren so nett.“ Sie kann anderen Häusern nur empfehlen, entsprechende Angebote anzunehmen.

Momentan bekommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter es einigermaßen hin mit der zusätzlichen Arbeit durch die Tests. Roettger: „Doch unsere Hauptaufgabe ist die Pflege und Betreuung unser Bewohner.“

Sie freut sich darüber, dass das Haus aktuell infektionsfrei sei, und hofft nun, zur Corona-Normalität des vergangenen Sommers zurückkehren zu können.

Von Holger Klemm

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare