„Wer baut, der fühlt sich hier zuhause“

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Die Moschee in der Sprendlinger Schlagfeldstraße soll in Zukunft nicht nur ein Treffpunkt für Muslime sein.

Dreieich (hov) - Ein Ort des Zusammenkommens sowohl für die Gemeindemitglieder als auch mit den nichtmuslimischen Nachbarn solle sie sein, hatte der Ditib-Bundesvorsitzende Sadi Arslan gesagt, als in Dreieich der Grundstein für die neue Moschee der Türkisch-Islamischen Gemeinde gelegt wurde.

Jetzt, zwei Jahre später, ist das Domizil in der Sprendlinger Schlagfeldstraße zwar noch nicht ganz fertig, wird aber bereits genutzt (wir berichteten). Grund genug für Mitglieder der Grünen-Fraktion, der Gemeinde einen Besuch abzustatten.

Das Fazit von Evelyn Könner, Lisa Süß, Roland Kreyscher und Jörg Roggenbuck sowie Sonja Arnold vom Kreisausschuss fasst Jörg Roggenbuck so zusammen: „Wir Grünen begrüßen das neue Heim unserer muslimischen Nachbarn. Wer baut, der fühlt sich hier zuhause, ist in der neuen Heimat angekommen.“ Und das sei ein deutliches Zeichen von Integration. „Die Muslime sind nun auch offen sichtbar ein Teil Dreieichs.“

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Ein Ort zum Wohlfühlen

Sefa Sahin, der Vorsitzende des Türkisch-Islamischen Kulturvereins, empfing die fünf Gäste und führte sie durch die hellen, nicht nur durch ihr Farbenspiel faszinierenden Räume. Sie seien beeindruckt gewesen, berichten die Gäste – und zwar in vielerlei Hinsicht. Da sei zum einen „die Schönheit des Innenraums der Moschee“, zum anderen aber auch „die Leistung des Vereins bei deren Bau“. Für Fraktionssprecher Roland Kreyscher ist es besonders bemerkenswert, wie groß „die Spendenbereitschaft und der persönliche Einsatz vieler Gemeindemitglieder“ sei. Dies habe zur relativ schnellen Fertigstellung und geschmackvollen Ausgestaltung der ersten Sprendlinger Moschee geführt. „Darauf kann die Gemeinde durchaus stolz sein“, betont Kreyscher. Sonja Arnold verlieh ihrer Freude Ausdruck, dass „die Sprendlinger Moslems endlich einen würdigen Gebetsraum haben“. Wie berichtet, war das Bauprojekt auf gut eine Million Euro veranschlagt worden, als es vor zwei Jahren seinen Anfang nahm. Neben der Moschee entstand auch ein Vereinshaus.

Zu Gast in der neuen Moschee bei Sefa Sahin (Dritter von rechts, Vorsitzender des Türkisch-Islamischen Kulturvereins): Kreisausschussmitglied Sonja Arnold (von links), Fraktionssprecher Roland Kreyscher, Evelyn Könner, Lisa Süß und Jörg Roggenbuck.

Zum Abschluss des Besuchs dachte die Türkisch-Islamische Gemeinde auch an das leibliche Wohl der Gäste. Man traf sich bei der gleichzeitig stattfindenden „Kermes“, einem Gemeindefest, um mit einem Kaffee oder Tee in der Hand „in angeregten Gesprächen mit Gemeindemitgliedern die Eindrücke zu verarbeiten und zu vertiefen“, wie die Grünen berichten. Die betonen zudem, dass sie nun die erste Gruppe aus der Dreieicher Politik waren, die die muslimische Gemeinde in ihrem neuen Domizil begrüßt habe. Man hoffe jedoch und gehe davon aus, „dass andere diesem Beispiel folgen werden“, so Roland Kreyscher.

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