Kreyscher und Soboll bleiben Sprecher

Grüne setzen weiter auf eine Doppelspitze

Dreieich - Die Grünen setzen in der parlamentarischen Arbeit weiterhin auf eine Doppelspitze. In der konstituierenden Sitzung der Fraktion wurden Roland Kreyscher und Heidi Soboll als Sprecher einstimmig wiedergewählt.

Die Geschäftsführung bleibt in den Händen von Irmhild Küchler, für die Kasse ist künftig Uschi Heil zuständig. In den Magistrat wollen die Grünen ihren Vorstandssprecher Ullrich Behrendt schicken, der bislang der Fraktion angehörte. Die besteht in der kommenden Legislaturperiode nur noch aus sieben Mitgliedern, vier weniger als vor der Kommunalwahl. Den Haupt- und Finanzausschuss besetzen Peter Graff und Roland Kreyscher, im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie ist die Partei durch Heidi Soboll und Patrick Xylander vertreten, im Sozialausschuss durch Christian Barufke und Astrid Paluch. Xylander und Paluch sind neue Gesichter in der Fraktion.

Den Platz im Aufsichtsrat der Stadtwerke nimmt Roland Kreyscher ein, während Peter Graff den Posten in der Stadt-Holding besetzt. „Gerade in der Holding wird es wichtiger denn je sein, einen erfahrenen Vertreter zu haben, der sowohl Bilanzen lesen kann als auch sozialpolitisch beschlagen ist. Peter Graff ist gelernter Industriekaufmann und hat uns die letzten fünf Jahre hervorragend im Sozialausschuss vertreten. Das ist auch wichtig, weil sich die Holding bald mit der Frage beschäftigen wird, wie der Bau von bezahlbaren Wohnungen organisatorisch und praktisch vorangebracht wird“, sagt Kreyscher.

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Er äußert sich auch zum Umgang mit der AfD, die als Neuling drei Sitze im Stadtparlament für sich beanspruchen kann. Die AfD sei demokratisch legitimiert und sollte in den Gremien entsprechend vertreten sein. Ein Anrecht auf einen Sitz im Magistrat gebe es nicht. Es sei legitim und zulässig, Mehrheitsverhältnisse im Magistrat abzubilden, sofern sich Fraktionen darauf verständigten, meint Kreyscher und ergänzt: „Wir werden der AfD aber keine Opferrolle dadurch zukommen lassen, dass sie ausgegrenzt wird. Dennoch kann niemand einen Vertrauensvorschuss erwarten, der unbekannt ist und sein Gesicht nicht zeigt, sich bis heute nicht von der teils kruden Programmatik der Partei und den teils menschenverachtenden und rassistischen Äußerungen der AfD-Führung distanziert.“ (fm)

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