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Grüne fordern Ausweisung weiterer Flächen für Kleingärten in Sprendlingen

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Von: Frank Mahn

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Garten
Gärten sind begehrt - in Dreieich müssen gerade einige Gartenbesitzer ihr persönliches Gartenparadies abgeben. © p

Die Grünen setzen sich dafür ein, in Dreieich weitere Kleingärten auszuweisen. Zu diesem Zweck hat die Fraktion einen Antrag für die nächste parlamentarische Runde formuliert. Wenn sich eine Mehrheit findet, soll der Magistrat konkret tätig werden. Durch die Weiterentwicklung eines gültigen Bebauungsplans für ein Gebiet am Sprendlinger Reuterpfad könnten aus bisher nicht genutzten Flächen Kleingärten werden, so die Grünen.

Dreieich - Erstmals zur Beratung steht der Antrag am 22. Juni im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie. „Die Situation ist unbefriedigend.“ So fasst Fraktionsvorsitzender Roland Kreyscher die Antworten des Magistrats auf eine Anfrage der Grünen zusammen (wir berichteten). Und er legt nach. Seine Fraktion könne keinerlei Aktivitäten der Stadtverwaltung erkennen, einer Lösung der viele Jahre alten Problematik näherzukommen. Es sei dringend an der Zeit, die jahrelange Untätigkeit endlich zu beenden, fordert Kreyscher.

Kern des Problems ist die illegale Nutzung von Flächen im Außenbereich, die von der beim Kreis Offenbach angesiedelten Unteren Naturschutzbehörde nur noch befristet geduldet wird. Dadurch gehen Gärten verloren, im Gegenzug aber kommen keine neuen legalen dazu. Dabei ist die Nachfrage aus der Bevölkerung enorm.

Nach Auffassung der Grünen unternimmt der Magistrat nichts, um die Situation zu verbessern. Derweil sei das Problem der illegalen Nutzung von Flächen im Außenbereich regelrecht eskaliert. „Gemäß den Antworten des Magistrats sind seit 2017 rund 315 identifizierte Flächen auf Privatgrundstücken bekannt. Darüber hinaus sind dem Magistrat weitere rund 30 städtische Grundstücke bekannt, die illegal genutzt werden“, zitiert Kreyscher aus dem Bericht der Stadtregierung.

Unbefriedigend ist für die Grünen auch, dass es keine systematische Erfassung/Aufstellung von Flächen im Außenbereich gibt, die zur Freizeitnutzung herangezogen werden könnten. „Unsere konkrete Nachfrage, ob denn im Bereich des gültigen Bebauungsplans 2/82 K10 am Reuterpfad in Sprendlingen weitere Kleingärten infrage kommen, blieb unbeantwortet”, ärgert sich Kreyscher.

Erster Stadtrat Markus Heller hatte auf den Personalmangel im zuständigen Fachbereich hingewiesen. Dort gebe es keine Ressourcen, „das Thema Kleingärten tiefergehend anzugehen“. Auch die Grünen wissen um die dünne Personaldecke im Rathaus, halten es aber für machbar, wenigstens den Bebauungsplan am Reuterpfad fortzuführen. Dessen Bearbeitung müsse mit Priorität behandelt werden, so die Fraktion. Über die Fortschritte soll der Magistrat regelmäßig im Fachausschuss berichten, wünschen sich die Grünen.  fm

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