CDU verliert weiter an Boden, SPD hat sich erholt

Bundestagswahl in Dreieich: Grüne und FDP jubeln

Es hat lange gedauert. Aber schließlich stand das Dreieicher Wahlergebnis fest. Zwei Parteien haben vor allem Grund zur Freude.
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Es hat lange gedauert. Aber schließlich stand das Dreieicher Wahlergebnis fest. Zwei Parteien haben vor allem Grund zur Freude.

Ein Bezirk der Gerhart-Hauptmann-Schule in Sprendlingen liefert gestern um kurz vor 19 Uhr die ersten Ergebnisse. Klingt gut, aber die Hoffnung trügt. Das Auszählen zieht sich vor allem aufgrund der vielen Briefwähler in die Länge. Gegen 20 Uhr ist noch nicht einmal die Hälfte aller 46 Wahlbezirke ausgezählt. Dann dauert’s noch mal fast dreieinhalb Stunden, bis alle durch sind.

Dreieich – In Dreieich behauptet sich die CDU knapp vor der SPD, es folgen die Grünen, dicht bedrängt von der FDP und dann mit Abstand die AfD. Die Linke spielt nicht mal eine Nebenrolle.

Die SPD hat ihren Abwärtstrend gestoppt. Im Bund und auch in Dreieich. Waren die Sozialdemokraten vor vier Jahren noch ordentlich „rasiert“ worden – minus sechs Prozent hatten sie unter die 20-Prozent-Marke und auf einen historischen Tiefstand gedrückt –, sind sie in der Wählergunst gestern wieder auf 23,3 Prozent gestiegen. Das entspricht nicht ganz dem Bundestrend.

Die CDU verliert auch in Dreieich immer mehr an Boden, hat ihre einstige Dominanz eingebüßt. Von 41 Prozent bei der Bundestagswahl 2013 und 32,1 Prozent vor vier Jahren ist sie nunmehr unsanft bei 25 Prozent gelandet. Damit ist sie zwar immer noch stärkste Partei, aber das dürfte kein Trost sein.

Für die Grünen geht es weiter steil nach oben. Sie verbessern ihr Ergebnis von 2017 um mehr als sechseinhalb Prozent auf 17,8. Das sind gut drei Prozent mehr als der Bundestrend.

Vor vier Jahren hatte die örtliche FDP mit 16 Prozent ein absolutes Traumergebnis eingefahren. Und jetzt? Wurde dieses Ergebnis noch um ein halbes Prozent getoppt. Bundesweit kommt die FDP gerade mal auf 11,5 Prozent.

Die AfD erleidet in Dreieich Schiffbruch und verliert mehr als drei Prozent. 6,5 Prozent sind deutlich unter dem Bundesergebnis. Das gilt auch für die Linke, die mehr als halbiert wird.

Von Frank Mahn

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