Halbierung der Heizkosten das Ziel

SG Götzenhain kommt mit Hallensanierung voran 

Die Umwandlung der ehemaligen SG-Gaststätte in einen Übungsraum ist mit viel Arbeit verbunden. Das Foto zeigt Ralf Weilmünster (links) und Marcel Plescher. Foto: jost

Die Glasbausteine im Treppenhaus in der Frühlingstraße 1-3 sind durch ein großes, viel Licht spendendes Fenster ersetzt, die fast 40 Jahre alten Fenster sind vom Keller bis zum Obergeschoss erneuert und auch das Dach ist seit sechs Wochen neu gedeckt und bereitet dem Verein für die nächsten Jahrzehnte hoffentlich keine Bauchschmerzen mehr. 

Götzenhain – Die SG Götzenhain hat sich mit der Großbaustelle an der vereinseigenen Halle einiges vorgenommen. .

„Die bisherigen Arbeiten dienen besonders der energetischen Sanierung unseres Hauses“, sagt Vorstandsmitglied Sven Engel. Gerade die Glasbausteine, die Fenster und das Dach seien echte „Wärmelöcher“ gewesen. Die Fassade, die bereits eingerüstet ist, bekommt wohl noch in diesem Jahr ihre neue Dämmung. „Dann können wir rund 50 bis 60 Prozent unserer Heizkosten einsparen“, setzt Engel große Hoffnung in die klimafreundliche und kostenersparende Wirkung der Sanierung. Der letzte Schritt am Außengelände wird die Barrierefreiheit sein: Bislang müssen die Besucher der SG eine Stufe von der Straße bewältigen und eine weitere, um in die Halle zu kommen. „Vermutlich wird das dieses Jahr nichts mehr, aber ich gehe davon aus, dass es im ersten Quartal 2020 passiert“, so Engel.

Noch nicht ganz so viel hat sich indes in der alten Gaststätte getan. Der Saal, den die Mitglieder als zusätzlichen Übungsraum sehnlichst erwarten, sieht noch etwas wüst aus: „Wir haben die Inneneinrichtung weitgehend rausgerissen. Da hat es der Handwerker einst sehr gut gemeint. All die Holzwände und Decken waren dermaßen fest eingebaut, dass es enorm viel Arbeit war, alles rauszuschrauben“, sagt Ralf Weilmünster, im Vorstandsteam für die Immobilie zuständig. Diesen Part übernehmen die Mitglieder in Eigenarbeit, mehr als 1 000 Stunden sind dafür einkalkuliert. „Meist verabreden wir uns für den Samstag und können dann auch einiges zusammen erledigen“, sagt Weilmünster, der sich aber noch mehr Unterstützung von den Mitgliedern wünscht. Estrich, Schallschutz, Parkett und Wandverkleidung übernehmen dann wieder Fachbetriebe. Hoffentlich bald: „Wir wünschen uns sehr, dass wir bis nächstes Jahr zum 75. Geburtstag unseres Vereins, den wir am 20. Mai feiern wollen, fertig sind“, sagt Weilmünster.

Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, hat der Verein 212 000 Euro investiert. Rund 25 Prozent übernimmt das Land (53 000 Euro), jeweils zehn Prozent der Kreis und die Stadt (21 000), 10 000 Euro spart der Verein durch Eigenleistung und rund 106 000 Euro finanziert die SG für die nächsten zehn Jahre mit einem Darlehen.

Neben der deutlich besseren Klimabilanz benötigt der Verein dringend den zusätzlichen Raum. Mit rund 1 250 Mitgliedern sei die Kapazitätsgrenze des Gebäudes erreicht, sagt Sven Engel. Die ehemalige Gaststätte, die in den vergangenen Jahren nur noch durch ständigen Pächterwechsel von sich reden machte, kann dann multifunktional für Seniorengymnastik, die Darts-Spieler, die Kinderturngruppen oder vom Chor genutzt werden.

VON NICOLE JOST

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