Feier zum 50-jährigen soll dieses Jahr nachgeholt werden

Hayner Weiber spenden Bäume zum Jubiläum

Der Vorstand der Hayner Weiber freut sich, dass der 50. Geburtstag des Vereins im vergangenen Jahr mit einer Baumspende gewürdigt werden konnte. Das Foto zeigt (von links) Christa Levi, Christiane Dahmen-Ullmann, Dagmar zur Brügge-Vellen und Brigitte Odenwald.
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Der Vorstand der Hayner Weiber freut sich, dass der 50. Geburtstag des Vereins im vergangenen Jahr mit einer Baumspende gewürdigt werden konnte. Das Foto zeigt (von links) Christa Levi, Christiane Dahmen-Ullmann, Dagmar zur Brügge-Vellen und Brigitte Odenwald.

Die Hayner Weiber in Dreieichenhain wollten im vergangenen Jahr ihren 50. Geburtstag feiern, was pandemiebedingt nicht möglich war. Zum Jubiläum gab es aber eine Baumspende.

Hinter den engagierten Frauen liegt ein besonderes Jahr, oder vielmehr: Es sollte ein besonderes werden: Die Hayner Weiber sind 2020 ein halbes Jahrhundert alt geworden und seit vierzig Jahren als Verein aktiv. „Doch es kam für uns wie für alle anderen ganz anders“, bedauert Schatzmeisterin Dagmar zur Brügge-Vellen. Durch die Corona-Pandemie wurden sämtliche Aktivitäten heruntergefahren – keine Jubiläumsfeier, keine Weiberkerb an Pfingsten, kein Töpfermarkt im September, keine gemeinsamen Ausflüge und Museumsbesuche, keine Treffen im Obertor, kein gemeinsames Singen. „Die Mitglieder konnten nur in den Erinnerungen an die vergangenen fünf Jahrzehnten schwelgen“, so Dagmar zur Brügge-Vellen.

Und doch wollten die Hayner Weiber das Jubiläumsjahr nicht einfach so vorüberziehen lassen, obwohl sie 2020 keine Einnahmen hatten. Sie nahmen den Geburtstag zum Anlass, mit Spenden bleibende Werte für Dreieichenhain zu schaffen. Über die fünf Bäume an der Waldstraße hinaus unterstützen sie die Haaner Kerbborschen Waldfreunde (HBK). Passend zum Jubiläum spenden die Frauen 50 Setzlinge für die Aufforstungsaktion am Dreieichenhainer Schützenhaus.

Als kleines „Hayner-Weiber-Wäldchen“ wird dieser Teil des großen Waldes. „Bäume hatten schon immer eine besondere Bedeutung für die Menschen, waren Sitz der Götter, sie verkörpern Kraft und Fruchtbarkeit, bieten Schutz und spenden Nahrung“, so begründet Brigitte Odenwald vom Vorstand die Entscheidung.

Die Hayner Weiber sind aus Dreieichenhain und Umgebung nicht wegzudenken. Die Frauen schaffen es immer wieder, mit tollen Veranstaltungen mit viel Atmosphäre – ob es die Weiberkerb am Obertor ist oder der Töpfermarkt im Burggarten – und sehr viel persönlichem Einsatz große Spendensummen zu generieren, die in der Region an Vereine und Institutionen, die Unterstützung brauchen, ausgeschüttet werden. Zwischen 7 000 und 9 000 Euro werden so jedes Jahr verteilt. Insgesamt kamen in den vergangenen 50 Jahren fast 330 000 Euro für kulturelle, soziale und naturnahe Projekte zusammen.

Zu Beginn des neuen Jahres wollen die engagierten Hainerinnen optimistisch in die Zukunft blicken. In ihrem 51. Jahr soll auf jeden Fall das Jubiläum nachgefeiert werden. Wie das genau aussehen kann, steht noch nicht konkret fest. Eine Weibekerb zu Pfingsten wird es wohl noch nicht geben können Aber für den Töpfermarkt laufen die Planungen bereits auf Hochtouren.

„Wir wollen einfach daran glauben, dass unser Markt im September wieder möglich ist, besonders für die Keramiker“, sagt Christa Levi. Um den Kunsthandwerkern die nötige Planungssicherheit zu geben, werden die 2020 vorgesehenen für 2021 eingeladen. „Es gibt auch bereits viele Nachfragen darüber hinaus. Aber wir wollen ja bei unserem Erfolgsrezept bleiben und die guten Keramiker bei uns im Burggarten haben“, so die Organisatorin weiter. Weitere Infos finden sich auf der Homepage. » haynerweiber.de (Von Nicole Jost)

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