Alles läuft nach Plan im Heckenborn

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270 Wohneinheiten sollen im Heckenborn entstehen. Im März oder April können die ersten Häuslebauer anfangen. Vor dem Krach der A 661 schützt sie eine Lärmschutzwand, die jetzt fertiggestellt wurde.  (c)Fotos: Strohfeldt 270 Wohneinheiten sollen im Heckenborn entstehen. Im März oder April können die ersten Häuslebauer anfangen. Vor dem Krach der A 661 schützt sie eine Lärmschutzwand, die jetzt fertiggestellt wurde.  (

Dreieich - Beim Baugebiet Heckenborn läuft alles wie am Schnürchen. Die Erschließung geht wunschgemäß voran. Von Frank Mahn 

Die Arbeiten an der Lärmschutzwand entlang der A 661 sind so gut wie abgeschlossen, die Erschließung des 11,6 Hektar großen Areals im Südosten Sprendlingens geht laut Magistrat und der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung (KE) wunschgemäß voran. Im Frühjahr können die ersten Häuslebauer an der Herrnröther Straße loslegen.

Dass sie später einmal um ihr Eigenheim zittern müssen, ist nach den Worten des Ersten Stadtrats Martin Burlon nicht zu erwarten. Bekanntlich haben vier Dreieicher Bürger beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel ein Normenkontrollverfahren gegen den Bebauungsplan angestrengt. „Wir haben hier Baurecht, der Bebauungsplan ist rechtskräftig“, unterstreicht Burlon. Die Motivation der Kläger kann Burlon auch nicht recht nachvollziehen. „Ihnen müsste bewusst sein, dass sie das Bauen der Häuser nicht verhindern können.“ Wann in Kassel in der Sache verhandelt wird, ist schwer abzuschätzen. Der Anwalt der Stadt geht laut Burlon davon aus, dass sich dieses Jahr nichts mehr tut. Das könnte bedeuten, dass die ersten Bewohner Anfang 2016 schon ihr Haus beziehen, während in Kassel noch das Verfahren anhängig ist. Die ersten Baugenehmigungen sind inzwischen erteilt.

Voraussetzung dafür, dass die ersten Steine aufeinander gesetzt werden können, ist der Bau der Lärmschutzwand gewesen. Die Arbeiten sind so gut wie beendet. Bis Mitte nächster Woche sollen auch die leichten Einschränkungen auf der A 661 Geschichte sein. Die Firma brauchte nicht ganz fünf Monate, um den Riegel hochzuziehen. Er erstreckt sich über 780 Meter, ausgehend vom ehemaligen Autobahn-Parkplatz in Richtung Süden. Er ist zweieinhalb bis vier Meter hoch und wird von 134 Stützen getragen. Die Wand stand kaum, da waren schon die ersten Graffiti-Sprayer am Werk. Die Entwässerung erfolgt über ein naturnahes Regenrückhaltebecken, das bis zu 750 Kubikmeter Wasser aufnehmen kann.

Punktlandung hingelegt

Verbaut wurde laut KE-Projektleiter Peter Wegmann hochabsorbierendes Material. Die 25 Zentimeter dicken Leichtbeton-Elemente sollen den Schall in großen Teilen schlucken. Die künftigen Bewohner im Heckenborn können davon ausgehen, den Krach kaum noch oder in manchen Lagen mindestens um die Hälfte reduziert wahrzunehmen. Vom Wohngebiet aus ist die Mauer nicht zu sehen, dafür sorgt eine Kulisse aus Bäumen und Büschen. Im Gegensatz zu manchen Dreieichenhainer Bürgern, die auf der Ostseite der Autobahn leben, geht Wegmann davon aus, „dass keine Verschlechterung für diese Wohngebiete eintritt“.

Nicht nur zeitlich, auch finanziell haben die Verantwortlichen mit der Mauer eine Punktlandung hingelegt. Der Kostenrahmen von 1,5 Millionen Euro wurde eingehalten. Das ist für die Anwohner nicht ganz uninteressant, weil die Finanzierung auf die Erschließungskosten umgelegt wird. „Wir freuen uns, nun eine erste und zugleich sehr wichtige Maßnahme im Wohngebiet Heckenborn fertig zu haben“, sagt Martin Burlon. „Bis spätestens Herbst sollen auch die Erschließungsstraßen fertiggestellt sein – der Baufortschritt ist jetzt schon deutlich sichtbar.“ Ein erster Abschnitt ist bereits im vergangenen Jahr asphaltiert worden, sodass erste Grundstücke voraussichtlich im März für den Hochbau freigegeben werden können. Die Freigabe der weiteren Bauplätze erfolgt voraussichtlich bis spätestens Oktober. Die 36 frei bebaubaren Grundstücke, die von der KE vermarktet wurden, sind allesamt verkauft beziehungsweise reserviert. Kostenpunkt pro Quadratmeter: mindestens 500 Euro inklusive Erschließung. Wer sich für die Angebote der Bauträger interessiert:  www.heckenborn.de

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