Hoffen auf eine schöne Tradition

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Großer Andrang bei der Finissage im Kunstraum Habernoll. 36 „Tafeln“ von 32 jungen und vier erwachsenen Künstlern waren zu sehen. Die Bilder standen vom ersten Advent bis zum 6. Januar in Götzenhain an markanten Punkten.

Götzenhain ‐ Großer Andrang im Kunstraum Habernoll. Junge und ältere Besucher füllen am Freitagabend den großen Raum, in dem die Bilder von 32 Mädchen und vier Erwachsenen zu sehen sind - ein gemeinsames Projekt der Malklassen von Tanja S. F. Hoffmanns „Kunstsaals“ sowie der Initiative Kultur. Von Enrico Sauda

Die Kunstaktion, bei der die Arbeiten sechs Wochen lang in Götzenhain im Freien zu sehen waren, wurde fotografisch begleitet von Hans Jo Werner.

Während dieser seine Fotos an die Wand des Kunstraums projiziert, bereitet sich im Hof die junge Band „Business For Your Ears“ auf ihren Auftritt vor. Und Margarete Habernoll, Gastgeberin und Initiatorin der Aktion „Kinderkunst im öffentlichen Raum“, sortiert die Blätter ihrer Rede.

Dann packt sie eine Leiter, klappt sie auf, steigt hoch und beginnt: Es sei dies die zweite Aktion zur Kunstförderung, „der wir im Kunstraum eine Plattform geben. Ich hoffe, es wird eine schöne Tradition“. Im Dezember 2009 habe es „die wunderschönen Weihnachtsbäume am Dorfeingang“ gegeben, damals in Zusammenarbeit mit dem Lions Club Dreieich.

Bilder der Finissage

Kinderkunst-Projekt erfolgreich beendet

„Wir sind heute hier, um die kleinen und großen Künstler zu feiern“, betont Margarete Habernoll. Es sei erstaunlich und mache sie glücklich, dass die Arbeiten in leuchtenden Farben die sechs Wochen im Schnee unversehrt überstanden haben. Schließlich wurden die Acrybilder am ersten Advent aufgestellt und zierten bis zum 6. Januar den Ort.

So wie das von Hanna Martin. Die Neunjährige malte Weihnachtsmänner beim Schlittschuhfahren. „Ich wollte eben ein Motiv, das sonst niemand hatte“, erklärt sie ihrer Schwester Julia (11) bei der Finissage. „Das Kind in uns hat gemalt“, sagt Susann Fröhlich. Die Frau hat mit drei weiteren Erwachsenen am Herbstkurs von Tanja Hoffmann teilgenommen. Ihr Bild „Lustige Wichtelwelt“ findet bei der Präsentation gleich einen Käufer.

Für kommende Projekte dieser Größenordnung wünscht sich Margarete Habernoll weiterhin Hilfe von den Eltern der kleinen Künstler, die das Projekt tatkräftig unterstützt hätten. Bei diesen bedankt sich die Initiatorin genauso wie bei Tanja Hoffmann, „die ihre Schüler nicht eingrenzt, sondern der Kreativität den nötigen Freiraum lässt“.

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