Schritt, der gut durchdacht sein will

Dreieich - Es ist ein eher unkonventionelles Forum für einen Infoabend. In der Aula der Max-Eyth-Schule (MES) im Haus des Lebenslangen Lernens stehen Tische und Stehtische bereit. Von Ruth Wadenpohl

Anstatt die Schule im Plenum vorzustellen, kommen die Lehrer und Tutoren direkt auf die Eltern und Schüler zu – es herrscht reges Treiben.

„So ein Abend ist für die Interessenten besser, weil Fragen im persönlichen Gespräch beantwortet werden können“, erklärt Lehrerin Petra Hillmer. Zusammen mit 24 weiteren Kollegen vertritt sie in der Aula den mehr als hundertköpfigen Lehrkörper der Schule. Bereits im November hatte sich die berufliche Bildungseinrichtung bei einem Tag der offenen Tür präsentiert.

„Jeder ist offen, freundlich und nett – wir fühlen uns auf jeden Fall wohl hier“, sagt ein Mädchen, das mit seinen Eltern gekommen ist, um sich über die Möglichkeiten an der MES zu erkundigen. Ein Schulwechsel ist ein großer Schritt, der mehr als einmal gut durchdacht sein will. Am heutigen Abend hätten die Besucher auch Gelegenheit, mit den Lehrern intensiveren Kontakt aufzunehmen, sagt der stellvertretende Schulleiter Wolf Dieter Gäbert.

Zehn Schulformen und diverse Fachbereiche

Die MES bietet zehn Schulformen und diverse Fachbereiche mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Sprachen, Gesundheit, Technik und Naturwissenschaften an. Diese ungewöhnlich breite Palette wirft individuelle Fragen auf, denn so vielfältig sie selbst ist, so unterschiedlich sind auch die Schüler. Zirka 2 000 junge Frauen und Männer im Alter von 15 bis teilweise 30 Jahren lernen an der Schule, alljährlich werden knapp 1 000 Neulinge aufgenommen. Die Schule ist weit über Dreieich hinaus bekannt – ein Großteil der Interessenten kommt aus der näheren Umgebung.

An der MES, die zu den modernsten und bestausgestatteten Bildungszentren Hessens gehört, kann jeder schulische Abschluss, angefangen vom Hauptschulabschluss, gemacht werden. Anders als andere Schulen, ermöglicht sie als Partner von Wirtschaftsunternehmen und -betrieben eine praxisorientierte Ausbildung. Verschiedene Programme gewährleisten die Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt.

Schlechtere Zukunftschancen

Oft, so Gäbert, würde der Schulabschluss, beispielsweise einer Berufsschule, mit schlechteren Zukunftschancen verbunden. Auch Vorurteile dieser Art sollen bei solch einer Infoveranstaltung ausgeräumt werden: „Wir zeigen Leuten Wege auf, die eine Vorstellung für eine spätere berufliche Richtung haben“, erklärt Gäbert weiter, „Die Max-Eyth bietet eine Ausbildung, die die Schüler in ihrer Zukunft nur bevorteilt.“

Ahmed Idrees, Schulsprecher der MES, muss nicht lange überlegen, was seine Schule so besonders macht: „Die Förderung von Schülern.“ Niemand würde hier im Stich gelassen, die Interessenvertretung von Schülern sei für diese Schule einzigartig. „Hier werden die Schüler gehört“, sagt er. Weitere Informationen: www.mes-dreieich.de.

Rubriklistenbild: © dpa

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