Mit Johnny, Jack & Jim macht Rock richtig Bock

Band um Steven Haasemann gibt im Bürgerhaus mächtig Gas

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„I’m just a cowboy...“ Im Geiste von Thin Lizzy rockte die Band Lizz’ it up am Freitagabend das Bürgerhaus.

Dreieich -  Sie sind die unbestrittenen Stars des Abends: Johnny, Jack & Jim – allen voran Sänger Steven Haasemann – haben das Publikum im Sprendlinger Bürgerhaus von der ersten Minute an im Griff und voll auf ihrer Seite. Von Frank Mahn 

Haasemann ist ein großartiger Sänger und trotz seiner Jugend ein alter Hase auf der Bühne, weiß genau, auf welche Knöpfe er drücken muss, damit im Saal ordentlich die Post abgeht. Bei manchen Songs sind die Jungs verdammt nah dran am Original. Es ist die neunte Auflage von „Dreieich rockt“, die da am Freitagabend steigt und die lokalen Bands eine Plattform bietet. Die Playground Heroes können diese nicht nutzen, müssen den Gig aus Krankheitsgründen absagen. Für sie springen die Routiniers von Lizz’ it up ein. Sie haben sich – der Name deutet’s an – dem Rock von Thin Lizzy verschrieben und machen einen soliden, guten Job. Mit Krachern wie „Jailbreak“, „Cowboy Song“, The boys are back in town“, „Rosalie“ oder „Suicide“ bringen sie das gut 300-köpfige Volk in Wallung und schaffen einen gelungenen Übergang zu Johnny, Jack & Jim.

Deren Programm ist so gestrickt, dass man gar nicht anders kann als mitsingen, wenn man auf Mainstream-Hard-rock steht. „Ich habe schon viele Coverbands gehört. Normalerweise berührt mich das kaum noch. Doch bei ,Rainbow in the Dark’ von Dio hab’ ich Gänsehaut bekommen“, sagt ein Besucher. Ob Kiss, Bon Jovi, Queen, Scorpions, Billy Idol oder Guns N’ Roses (genial: Sweet child o’mine) – „Rampensau“ Haasemann und seine vier Kollegen rocken die Bude, dass es eine wahre Pracht ist. In dieses Konzept passen Gallery 7 zum Finale definitiv nicht. Deren Auftritt gerät zum Stimmungskiller, alles ist eine Spur zu aufgesetzt und überfrachtet. Der Progressive Rock mit Songs von Yes oder Marillion wirkt nach dem Gute-Laune-Rock davor viel zu angestrengt.

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