Jugendtreff in der Sprendlinger Kirche St. Stephan

Ein Ort, an dem man gerne ist

+
„Jugendbar“ in St. Stephan als Initiative des Monats ausgezeichnet. Staatssekretär Michael Bußer übergibt die Urkunde zur Initiative des Monats und den Scheck an (von links) Ingo Claus Peter, Simon Bär und Julius Bös. 

Sprendlingen - Der Weg zu den Kellerräumen in der katholischen Kirche St. Stephan präsentiert sich als Baustelle. Renovierungsarbeiten sind dort im vollen Gange. Von Enrico Sauda 

Das hält Jugendliche aber nicht davon ab, sich freitags dort zum Feiern, Reden und Tanzen zu treffen – wie schon seit Jahrzehnten. Nun können sie sich über Besuch aus Wiesbaden freuen. Michael Bußer, Staatssekretär und Sprecher der Landesregierung, würdigt das Engagement der Heranwachsenden.

Entstanden ist der Jugendtreff bereits nach der Eröffnung der Kirche 1966, Mitte der 80er Jahre fand er seinen Platz in den Kellerräumen. Generationen nicht nur katholischer Jugendlicher sind dort zusammengekommen. „So viel Engagement gilt es zu würdigen“, sagt Bußer, der eine Urkunde im Gepäck hat. Die „Jugendbar“ der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius ist Initiative des Monats. Bereits seit mehr als zehn Jahren gibt es die Auszeichnung jeden Monat für besonders engagierte und vorbildliche Vereine und Initiativen durch die hessische Landesregierung.

Jugendtreff ausgezeichnet

Bußer hat aber nicht nur eine Urkunde, sondern auch einen Scheck in Höhe von 500 Euro dabei. „Das Geld können wir gut gebrauchen“, meint Ingo Claus Peter mit Verweis auf die umfangreichen Renovierungsmaßnahmen in dem Kirchengebäude. „Das Foyer braucht eine neue Ausstattung, wenn die Brandschutzmaßnahmen abgeschlossen sind.“ Für die jungen Leute bedeutet das, Geld zu sparen und selbst anzupacken, um viel in Eigenarbeit umsetzen zu können.

In seiner kurzen Ansprache geht Bußer auf die Bedeutung des altersübergreifenden Jugendtreffs ein, der „weit über die Gemeinde hinaus ein beliebter Treffpunkt ist. Die unterschiedlichsten Menschen finden hier etwas Gemeinsames: einen Ort, an dem sie gerne sind, sich kennenlernen und ihre Erfahrungen miteinander teilen. Ich bin sehr dankbar für diese Einrichtung, weil sie hilft, Grenzen zu überwinden und Menschen einander näher zu bringen“, lobt der Staatssekretär, der versichert, „nicht auf dem Heimweg mal kurz einen Abstecher hierhin“ gemacht zu haben.

Beliebter Ort für Jugendliche

Wöchentlich freitags bietet die katholische Jugend den offenen Treff im Theken- und Gruppenraum des Pfarrzentrums St. Stephan an. „Er ist zu einem beliebten Ort für Jugendliche und junge Erwachsene geworden“, freut sich der Staatssekretär, der selbst einmal Messdiener war. Neben Getränken und einem Fernseher stehen auch Tischkicker, Dartscheibe sowie Tischtennisplatte zur Verfügung. An die 20 Besucher kommen regelmäßig freitags in die Bar. „Ob Betonbauer aus dem Sprendlinger Norden, Schüler aus Offenthal oder Buchschlager Wirtschaftsprüfer – der Treffpunkt der katholischen Jugend ist aus der Region nicht wegzudenken“, so Bußer.

Im Rahmen verschiedener Aktionen beteiligt sich der Jugendtreff auch an sozialen Projekten oder Veranstaltungen wie dem Weltjugendtag 2005. Regelmäßig engagieren sich die jungen Frauen und Männer bei der Schulmaterialsammlung der Caritas für Bedürftige. „Es konnten allein in den Jahren 2010 und 2012 Hefte in allen Größen, Formen und Ausführungen, Zeichenblöcke, Stifte, Scheren, Kleber, Pinsel, Schnellhefter bis zum Schulranzen im Wert von mehr als 1 000 Euro zur Verfügung gestellt werden“, hebt der Staatssekretär hervor. Besonders lobenswert findet Bußer: „Wenn Fahrer benötigt werden, um Ältere zum Gottesdienst oder zum Altennachmittag zu bringen, hilft die katholische Jugend mit dem Gemeindebus aus.“

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare