Leckerlis zum Advent

Kaffeenachmittag im Tierheim stößt auf reges Interesse

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Uschi Heil (Vorsitzende des Tierheimvereims, rechts) führt beim Adventskaffee Interessierte über das Gelände. Für Polat haben sie etwas zum Naschen dabei.  

Dreieichenhain - Premiere im Tierheim: Erstmals ging dort ein Adventskaffee über die Bühne. Und das Interesse war groß. Von Nicole Jost 

Der alte Kangal-Rüde Polat schnuffelt neugierig am Zaun seines Außengeheges im Tierheim Dreieich. Gleich vier Damen sind bei ihm zu Besuch und haben sogar Leckerlis dabei. Die werden dann selbst von dem sonst eher schüchternen Rüden dankbar angenommen. Nadine Huss, Christina Seelmann, Paula Huss und Mara Knecht sind mit der Vorsitzenden des Tierheims, Uschi Heil, zu einem Rundgang unterwegs über die große Anlage im Haag. Zum ersten Mal hatte der Verein zum Adventskaffee eingeladen. „Wir wollen mit dem gemütlichen Beisammensein mehr Öffentlichkeit für das Tierheim herstellen und unsere Arbeit präsentieren“, erläutert Heil. Im Foyer des Tierheims ist jeder Platz besetzt, am geschmückten Weihnachtsbaum herrscht dichtes Gedränge.

Natürlich animieren die Tiere in den Zwingern, die gespendeten Motivtorten, das Weihnachtsgebäck und der köstliche Punsch in der Vorweihnachtszeit auch zum Spenden. Die vier Damen aus Rödermark sind allein aus diesem Grund gekommen. Sie sind Mitarbeiterinnen eines Rödermarker Tierfachgeschäfts und haben für das Tierheim einen Spenden-Wunschbaum organisiert. „Da konnte das Tierheim Wünsche äußern und unsere Kunden kaufen das Produkt und wir bringen es dann vorbei“, erläutert Nadine Huss. So gibt es Futtersäcke, Kratzbäume und Hundekörbchen für die Dreieicher Tiere.

Wie werde ich Tierpfleger/in?

Derzeit ist es im Tierheim eher ruhig. 19 Hunde und zehn Katzen warten auf ein neues Zuhause. „Bei den Hunden haben wir seit einiger Zeit das Problem, dass es viele sogenannte Listenhunde sind“, erklärt Mitarbeiterin Nadja Czernetzki. Die Tiere werden oft eingezogen, weil die Besitzer nicht die notwendigen Sachkundenachweis erbringen. „Auch die Haftpflicht, die Hundesteuer und der regelmäßige Wesenstest werden dann zu einer finanziellen Herausforderung“, weiß Czernetzki.

Das bedeute im Umkehrschluss, dass die Hunde nicht unbedingt, nur weil sie „Listenhund“ sind, besonders kompliziert oder gar gefährlich seien. „Nein, aber es ist schon etwas teurer. einen solchen Hund bei sich aufzunehmen und sie sind auch aus diesem Grund schwerer zu vermitteln“, erläutert Czernetzki. Die Mitarbeiterin geht davon aus, dass der Trubel nach den Feiertagen wieder größer wird. „Das wissen wir aus Erfahrung.“ Nicht nur deswegen ist das Team aus drei Vollzeit- und drei Teilzeit-Mitarbeitern auf der Suche nach Verstärkung. Gesucht wird ein engagierter Tierpfleger in Teilzeit. Interessenten können sich im Tierheim bewerben.

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