201 Kandidaten buhlen um die Wähler

Dreieich (klg) ‐ Seit Dienstagabend ist es in trockenen Tüchern: Bei der Kommunalwahl am 27. März bewerben sich 201 Kandidatinnen und Kandidaten für die 45 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung.

Der Gemeindewahlausschuss unter der Leitung von Thomas Müller gab dafür sein Okay, nachdem er die formalen Voraussetzungen überprüft hatte. Diese 201 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich auf sieben Listen: CDU, SPD, FDP, Die Linke, Grüne/Bürgerinitiativen-Liste, FWG und ULG (Unabhängige Gemeinschaftsliste Dreieich) - Linkspartei und ULG sind erstmals dabei.

CDU und SPD treten mit den zahlenmäßig stärksten Listen hat, nämlich mit jeweils 47 Kandidatinnen und Kandidaten. Die Liste von FDP und Grünen/BI enthält je 33 Namen, die FWG-Liste 19, die der Linkspartei 16 und der UGL sechs Namen.

Kandidieren wollte auch die „Bewegung für Innovation und Gerechtigkeit“ BIG, in Dreieich bisher völlig unbekannt. Sie versteht sich als erste deutsche Partei für Migranten und vereint überwiegend türkischstämmige Mitglieder.

Die BIG hatte sich, so Gemeindewahlleiter Thomas Müller, sehr spät gemeldet, hatte nämlich erst am 19. Januar ihre Bewerberliste eingereicht - einen Tag vor Ultimo. Denn erst nach Vorlage dieser Liste wird vom Gemeindewahlleiter jenes Formular ausgehändigt, auf dem die 90 Unterstützungsunterschriften einzutragen sind. Solche Unterschriften müssen jene Listen vorlegen, die bisher weder im Landtag noch in der Stadtverordnetenversammlung vertreten sind. Letzter Abgabetermin dafür war der 20. Januar um 18 Uhr. Das hatte die BIG Partei nicht geschafft: Um 18 Uhr lag eine Liste mit lediglich 43 Unterstützungsunterschriften beim Gemeindewahlleiter vor. Die notwendige Schlussfolgerung des Gemeindewahlausschusses: Die BIG Partei kann bei der Wahl in Dreieich nicht kandidieren.

Ansonsten hatte der Ausschuss - bestehend aus Norbert Schmidt, Birgit Hermanns, Bernhard Haug, Hildegard Gerhardt, Inge Hermeier und Bernhard Schwarz - nicht viel zu tun. Von der Kandidatenliste der CDU musste ein Name gestrichen werden, weil der Bewerber nach Dietzenbach umgezogen ist, und auch von der FDP-Liste war ein Name zu streichen, weil Unterlagen fehlten.

Die Liste der Linkspartei fiel durch eine Besonderheit auf: Nach Platz sieben war nur jeder zweite Platz besetzt. Die Begründung: Bei der Linken gibt es eine Frauenquote; weil aber nicht genügend Kandidatinnen zur Verfügung stehen, blieb jeder zweite Platz unbesetzt. Auf dem Stimmzettel wird das aber nicht mehr so sein: Es wird durchgehend nummeriert.

Jüngster Kandidat ist übrigens der 1992 geborene Schüler Maximilian Baas auf Platz 13 der FDP-Liste.

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