In Offenthal lassen es die Floriansjünger krachen

Kerb mit Halloween verbunden

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An die 350 Besucher kommen zur rasanten Party in der Philipp-Köppen. Auch diesem Trio gefällt es.  

Offenthal - Das Wetter spielt mit. Es ist ein sonniger Tag und so pilgern bereits am frühen Nachmittag etliche Familien auf den Offenthaler Kerbplatz. Zwischen Wingertschule und Feuerwehrhaus stehen unter anderem ein Autoscooter und wenige andere Fahrgeschäfte. Ein tristes Bild, sollte man meinen.

Doch Thomas Bauer, seit seinem 18. Lebensjahr Schausteller, sieht es positiv. „Die Kerb ist doch eigentlich ganz in Ordnung“, so der 53-Jährige. „Die Leute kommen spät und gehen früh“, analysiert er die Kerb-Frequenz. „Aber sie lassen genug Geld da.“ Das ist der entscheidende Punkt. Denn sonst würde Bauer, der bereits zum fünften Mal aus Mainz anreist, nicht nach Offenthal kommen. „Wenn das Geld nicht stimmen würde, würde ich nicht herkommen“, sagt er. Doch es stimmt. Und es stimmt so sehr, dass er in diesem Jahr gleich mit zwei Ständen da ist. „Es ist das erste Mal, dass wir hier so etwas machen“, sagt Bauer und zeigt auf den Stand mit Süßwaren, den seine Tochter führt. Der andere ist das Kinderkarussell. „Hier auf dem Platz ist es schön und ich habe auch ein paar Bekannte in Offenthal“, erklärt Bauer. Für ihn ist es die Offenthaler Kerb die letzte des Jahres. „Danach geht es mit den Weihnachtsmärkten weiter.“

Sonst lassen es die Offenthaler Floriansjünger während der Kerb ebenfalls ganz ordentlich krachen. In diesem Jahr bringen die jungen Einsatzkräfte eine neue Idee an den Start: Sie verwandeln die Philipp-Köppen-Halle in eine gruselige Halloweengruft und feiern unter dem Motto „Hänsel und Gretel“ eine rasante Party.

Zum Szenario: Hänsel und Gretel verirren sich irgendwie bis nach Offenthal. Absichtlich in die Philipp-Köppen-Halle aus Berlin gekommen ist DJ Marlon Looney. Er folgt den Brotkrumen nach, um die Geister an Halloween aus den Häusern zu treiben – und heizt dabei Hänsel und Gretel ein.

Grusel-Fest Halloween begeistert in vielen Ländern

„Diese Idee ist erst mal auf Skepsis innerhalb des Vereins gestoßen“, gibt Wehrführer Maik Sommerlad zu. Letztlich sei die Entscheidung aber doch zugunsten der House-Party gefallen – mit Erfolg. Rund 350 Vampirmädchen, Zombies, Hexenmeister, Gruselfratzen feiern bis zwei Uhr nachts. Über Facebook wurde „Hänsel und Gretel“ intensiv beworben und die meist jungen Gäste kommen aus ganz Dreieich.

„Das ist eine coole Idee, es gibt ja in der Gegend kaum eine ähnliche Veranstaltung. Verkleiden, Tanzen, Spaß haben - das ist eine perfekte Halloween-Nacht“, lobt die 19-jährige Laura mit gruseligen Kontaktlinsen und irrem Blick. Das entspricht genau der Absicht der Feuerwehr. Mit im Boot waren auch ein paar Mitglieder des Dreieicher Vereins YouGen, die mit an den Reglern der Musik drehten. - es

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