Viktoria-Kino

Kino-Grusel mit reitenden Leichen

Mit nostalgischem Charme präsentiert sich das Viktoria-Kino, das vor 100 Jahren im November an den Start gegangen ist.
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Mit nostalgischem Charme präsentiert sich das Viktoria-Kino, das vor 100 Jahren im November an den Start gegangen ist.

100 Jahre Viktoria-Kino in Dreieich - da werden Erinnerungen wach. Schildern Sie uns Ihre persönlichen Geschichten.

Als Sprendlinger Bub bin ich ich mit dem Viktoria-Kino groß geworden. Von der heimischen Wohnung in der Herrnröther in die Offenbacher Straße war es nur ein Katzensprung. Samstags gab’s Taschengeld, das ich tags darauf an die Kinokasse trug. Anfang der 70er Jahre traf sich die Clique fast jeden Sonntagmittag, um sich für ‘ne Mark – vielleicht war’s auch nur ein Fuffziger, das weiß ich nicht mehr – einen Film reinzuziehen. Natürlich mit entsprechendem Naschwerk.

Es liefen so glorreiche Werke wie „Vier Fäuste für ein Halleluja“ oder „Auch die Engel essen Bohnen“, in denen Bud Spencer und Terence Hill den Bösewichten ordentlich was auf die Mütze gaben. Die rustikalen Westernparodien konnten im zarten Alter von elf oder zwölf ohne bleibende Schäden konsumiert werden. Den richtigen Nervenkitzel lieferten andere – für unser Alter eigentlich verbotene – Filme. Noch heute erinnere ich mich, dass ich nach „Die Nacht der reitenden Leichen“ ziemlich verstört den Saal verließ. Das ist jetzt fast 50 Jahre her und unvergessen.

Was Kino alles bewirken kann. Haben Sie, verehrte Leser, im Viktoria auch Sachen erlebt, die sich im Gedächtnis eingeprägt haben? Vielleicht das erste Rendezvous oder gar der erste Kuss im Dunkeln? Schreiben Sie uns eine E-Mail an red.dreieich@op-online.de, wenn Sie mögen. Schildern Sie uns Ihre ganz persönlichen Kinoabenteuer! Wir freuen uns. (Von Frank Mahn)

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