Dank Handwerkerverbund „7 auf einen Streich“

Kiosk auf dem Dreieichplatz bleibt erhalten

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Der Kiosk auf dem Dreieichplatz soll im neuen Glanz erstrahlen. Mit den Arbeiten will der Handwerkerverbund „7 auf einen Streich“ schon bald beginnen.

Dreieichenhain - Lange Zeit stand der Kiosk auf dem Dreieichplatz leer, zwischenzeitlich war sogar ein Abriss nicht ausgeschlossen. Doch nun kann die Stadt eine Lösung verkünden. Und diese dürfte ganz im Interesse der Dreieichenhainer sein, deren Herz an dem Gebäude hängt. Von Holger Klemm 

Der Handwerkerverbund „7 auf einen Streich“ will sich künftig um das Objekt, den gesamten Platz und damit um das Entree zur Altstadt kümmern. Gestern Vormittag wurde der Vertrag mit der Stadt unterzeichnet. Ende 2011 gab der letzte Pächter in dem Gebäude aus den 50er Jahren auf. Eine erneute Nutzung als Kiosk kam nicht infrage, da der notwendige Einbau von sanitären Einrichtungen zu teuer gewesen wäre. Zwischenzeitlich – im Herbst 2012 – hatte eine private Initiative um Gisela Kamolz für eine optische Aufwertung des Platzes gesorgt. Offen blieb die Frage nach der Zukunft des Kiosks.

Schließlich trat der Handwerkerverbund an die Stadt heran, um sein Interesse am Erhalt zu bekunden. Wichtig war den Verhandlungspartnern eine Nutzung zugunsten der Hainer. Die neuen Pächter denken daran, den örtlichen Vereinen eine Informationsplattform und auch die Möglichkeit für Veranstaltungen zu bieten. So können die Vereine die Fenster nutzen, um auf ihre Veranstaltungen und Angebote hinzuweisen. Zudem steht der Vorschlag aus der Bürgerversammlung 2012, einen offenen Bücherschrank zu installieren, auf der Liste. Und anknüpfend an die Initiative von Gisela Kamolz soll der Platz noch attraktiver gestaltet werden. Auch an eine neue Pflasterung des Wegs ist gedacht. „Wir wollen den Dreieichplatz wieder zu einem Treffpunkt für Bürger und Vereine machen“, betont Jörg Zlamal, Geschäftsführer von „7 auf einen Streich“.

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An dem Projekt beteiligen sich nicht nur die fünf Unternehmen des Verbunds, sondern auch die beiden Garten- und Landschaftsbaubetriebe Harald Dudek und Andreas & Thomas Fischer sowie der Maler Arnold. Gemeinsam will man das Gebäude – in Abstimmung mit dem Denkmalschutz – wieder zu einem Schmuckstück machen. Da viel in Eigenregie entstehen wird, können die Kosten noch nicht beziffert werden. Der Handwerkerverbund hat keine geschäftlichen Interessen, sondern will sich mit dem Projekt für den Stadtteil engagieren, wie Markus Gerhardt betont. Auch die AG der Verein und die IG Haaner Kerbborsche haben ihre Unterstützung angekündigt. Bürgermeister Dieter Zimmer und Erster Stadtrat Martin Burlon sehen in der Entwicklung ein weiteres positives Beispiel, Liebgewonnenes mit bürgerschaftlichem Engagement trotz der schwierigen Finanzlage auf Dauer zu erhalten.

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