Kiosk der fairen Genüsse

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Ein Kiosk empfängt Besucher der Begegnungsstätte Winkelsmühle ab Montag. Begleiter des Projekts sind unter anderem (von links) Martina Geßner, Jürgen Schonlau, Waltraud Zimmer und Margret Rölz.  

Dreieichenhain - Dreieicher, die in letzter Zeit nach fair gehandelten Waren Ausschau gehalten haben, mussten entweder im Supermarkt Glück haben oder nach Langen oder Isenburg ausweichen. Diese Zeiten sind jetzt vorbei. Von Cora Werwitzke

In der Begegnungsstätte Winkelsmühle, die vom Diakonischen Werk Offenbach-Dreieich-Rodgau betrieben wird, eröffnet am Montag ein „Eine-Welt-Kiosk“.

„Das ist zukünftig unsere Außenstelle“, sagt Jürgen Schonlau schmunzelnd. Normalerweise betreibt die Eine-Welt-Gruppe der Dreieichenhainer Burgkirchengemeinde den Verkauf von fairen Waren im Gemeindehaus an der Fahrgasse. Das wird bekanntlich seit vergangenen Sommer umgebaut. Nach der Fertigstellung soll dort wieder „die Hauptfiliale“ einziehen.

Neugierige Blicke und Fragen

Die Winkelsmühle ist schon länger alle vier bis acht Wochen Treffpunkt der Eine-Welt-Gruppe. Mit Martina Geßner, die seit April 2012 Leiterin der Begegnungsstätte ist und vorher in der Entwicklungspolitik gearbeitet hat, entstand nun der Plan, dort eine Verkaufsstelle einzurichten. „Hier gibt’s ein stetes Kommen und Gehen“, begründet Martina Geßner. „Und der Kiosk ist ideal, um sich mit Kleinigkeiten einzudecken.“ Seit die Waren in den mobilen Schrank einsortiert worden sind, gebe es neugierige Blicke und Nachfragen, berichtet die Leiterin. Kaffee, Tee, Honig, Schokolade, Marmeladen und getrocknete Früchte tummeln sich in den Regalen – dazu Faltblätter mit Informationen zu Fairem Handel.

„Hier, die getrockneten Mangos kann ich empfehlen.“ Jürgen Schonlau greift nach einem transparenten Tütchen. Der Vorsitzende der Eine-Welt-Gruppe kümmert sich mit anderen Aktiven darum, dass pünktlich Nachschub eintreffen wird. „Wir bestellen die Waren zusammen mit dem Weltladen in Langen“, schildert er. Margret Rölz von eben jenem Weltladen ergänzt: „Das bringt für alle Beteiligten Vorteile.“

Und wenn schon von Vorteilen die Rede ist, kommt natürlich auch das Hauptmotiv des Fairen Handels zur Sprache: „Unser Anliegen ist es, die Kleinbauern in den Herkunftsländern der Produkte zu stützen“, führt Waltraud Zimmer aus. Das sei aber nur eine Seite der Medaille, „die andere ist, dass wir mit dem Verkaufserlös unsere Projekte in Sri Lanka vorantreiben können.“ Davon überzeugt sich Waltraud Zimmer in regelmäßigen Abständen selbst. Sie gehört zu den Mitgliedern der Eine-Welt-Gruppe, die einmal im Jahr nach Sri Lanka fliegt. Dort wird das Geld aus Dreieich unter anderem für behinderte und mittellose Kinder eingesetzt. Damit aus der neuen „Quelle“ Winkelsmühle der Erlös ordentlich sprudelt, sucht Martina Geßner noch Freiwillige, die Lust haben, den Kiosk stundenweise zu betreuen. „Zwei Vormittage in der Woche ist auf jeden Fall jemand da“, versichert die Leiterin. Bis auf Weiteres könnten sich Besucher auch einfach einen Ansprechpartner in der Winkelsmühle suchen.

Große Eröffnungsfeier

Die Eröffnung des Kiosks wollen die Initiatoren am Montag groß begehen. „Zwischen 16 und 18 Uhr verköstigen wir Gäste mit Kaffee, Tee und Schokolade aus dem Kiosk“, kündigt Martina Geßner an. So könne sich jeder vom guten Preis-Leistungsverhältnis überzeugen. Weiter wird Jürgen Schonlau die Eine-Welt-Gruppe vorstellen. Die Langenerin Margret Rölz spricht im Anschluss über den Sinn von Fairem Handel.

Wer sich für den Kiosk-Dienst interessiert, erreicht Martina Geßner unter s    987515. Details zu den Projekten der Eine-Welt-Gruppe gibt’s hier.

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