Vor dem Hessischen Verwaltungsgericht in Kassel

Klage gegen die Neue Mitte

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Sprendlingen - Der Bebauungsplan zur Neuen Mitte Sprendlingen passierte im Februar das Parlament. Seitdem hat sich auf dem Areal der Hauptstraße 22 bis 38a nichts getan. Dort sind ein Supermarkt, Wohnungen, kleinere Läden und Gastronomie geplant.

Gestern teilte der Magistrat nun mit, dass gegen den Bebauungsplan ein Normenkontrollverfahren vor dem Hessischen Verwaltungsgericht in Kassel angestrengt wird. Dort liegen zwei entsprechende Anträge vor, berichtet Erster Stadtrat Martin Burlon. Die Antragsteller seien Eigentümer von Grundstücken im Umfeld des geplanten Vorhabens und hätten schon im Laufe der Aufstellung des Bebauungsplans Bedenken vorgetragen. Dementsprechend komme das Ganze für Burlon nicht überraschend – trotz aller Anstrengungen, mit Änderungen auf die Bedenken einzugehen.

Die Stadt werde sich dazu positionieren, kündigt der Erste Stadtrat an. Auch wenn sich die Klage gegen die Stadt richtet, wird auch die Firma Schoofs als Investor einen Anwalt beauftragen, da ihre rechtlichen Interessen berührt werden.

Burlon versichert, dass es keinen Stillstand bei dem Projekt gebe. Der verabschiedete Bebauungsplan biete nur den Rahmen. Der Bauherr benötige aber auch eine Baugenehmigung. Zurzeit laufe das umfangreiche Antragsverfahren bei der zuständigen Bauaufsicht des Kreises. Die Firma Schoofs wolle erst mit den Abrissarbeiten beginnen, wenn die Baugenehmigung vorliegt.

Bis zur Verhandlung gegen die Neue Mitte wird noch einige Zeit ins Land gehen. Die Normenkontrollanträge haben aber keine aufschiebende Wirkung. (hok)

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