Klare Luft und ein freier Blick sind Voraussetzung

Dreieich - Am Samstag ist es wieder soweit: Der Mond taucht in den Schatten der Erde ein und eine Mondfinsternis wird sichtbar - sofern das Wetter mitspielt und der Mond während der Finsternis weit genug über dem Horizont steht. Von Stephan Heinsius

Für diese Finsternis ist Mitteleuropa ein ganz besonderer Beobachtungsort, denn die partielle Finsternis ist im vollem Gange, während das Licht der gerade untergegangenen Sonne noch den Himmel erhellt.

Wie wird der am Nordost-Horizont aufgehende partiell verfinsterte Mond aussehen? Ab wann wird er sichtbar? Fragen, die entscheidend vom Standort abhängen.

Die Beobachtung der horizontnahen Finsternis erfordert klare Luft und einen freien Blick nach Nordosten (Azimut 53,5˚). Für Hessen sollte bei Tiefdruckwetter ein höher gelegener Punkt im Rhein-Main-Gebiet mit Nordostblick grundsätzlich gute Möglichkeiten bieten, während bei Hochdrucklage mit Nebel in der Ebene die Wasserkuppe in der Rhön als dessen höchster Berg einer der besten Beobachtungsstandorte sein sollte.

Wenn der Mond verfinstert am Nordosthorizont aufgeht, wird er zunächst nicht oder nur schwach sichtbar sein, denn die gerade untergegangene Sonne gibt noch recht viel Helligkeit in die Atmosphäre ab. Mit zunehmender Dunkelheit wird der Mond bei klarem Himmel aber erkennbar werden.

Eclipseland Experiences wird in Zusammenarbeit mit AstroNation.net am frühen Samstagabend das Ereignis in Form diverser fotografischer Aufnahmen festhalten. Zudem ist eine kostenlose Liveübertragung des Himmelsereignisses von etwa 16.15 bis 18 Uhr geplant.

Sendestandort ist Götzenhain, mit rund 200 Metern über dem Meeresspiegel einer der höchst gelegenen Punkte im mittleren Rhein-Main Gebiet.

Rubriklistenbild: © dpa

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