Jugendfarm in Sprendlingen

Ferienspiele der Dreieichhörnchen: 53 kleine Weltreisende

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Richtig lecker, so ein über dem Feuer gebratener Apfel. Die Jurte ist die neueste Anschaffung auf dem Gelände der Kinder- und Jugendfarm Dreieichhörnchen. Den Kindern gefällt es gut im Zelt.

Dreieich -  Das Zelt ist groß und schwarz, steht mitten auf dem Areal der Kinder- und Jugendfarm und ist die neueste Anschaffung der Dreieichhörnchen. Dort laufen zurzeit die Osterferienspiele.

Einige Kinder sitzen in der Jurte, wie dieses Zelt heißt, braten Äpfel über einem offenen Feuer und unterhalten sich. „Wir haben es angeschafft, weil man darin Feuer machen kann und weil wir es auch als Versammlungszelt nutzen können“, sagt Florian Fiedler-Streb, neben Katrin Johannsmann hauptamtlicher Pädagoge bei den Dreieichhörnchen.

In der ersten Ferienwoche haben sich fünf Betreuer um die Kinder gekümmert. „Und wir haben vier 14-jährige Helfer, ehemalige Farmbesucher, mit an Bord“, freut sich Fiedler-Streb. Die 53 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zwölf Jahren setzen sich mit dem Thema Weltreise auseinander. David und Dominik betreiben die „Eichhörnchenbar“. „Wir mixen hier alles selbst“, sagt Dominik und bietet gleich Cocktails und Shakes an. Die Strandbar kommt gut an, denn vor ihr bildet sich eine lange Schlage. Gezahlt wird in einer eigenen Währung: in Nüssen. „Wir haben schon eine Kokosnuss“, erzählt der zehnjährige Dominik, der schon mehrmals an den Osterferienspielen teilgenommen hat. Die Kokosnuss ist die höchste „Banknote“.

„Ich mag den Berg, den man mit den Bobbycars herunterfahren kann. Auch die Kletterbäume finde ich gut. Eigentlich ist hier alles super“, schwärmt Dominik von seinen Ferien auf der Farm. Ähnlich sieht es David. Der Elfjährige ist zum dritten Mal bei den Dreieichhörnchen dabei.

Ein paar Ecken weiter hat sich die fünfköpfige Touristikgruppe eingerichtet. „Wir fotografieren andere Kinder vor einer grünen Wand und fügen später am Computer ausgewählte Reiseziele ein“, sagt Charlotte. Sie ist zwölf Jahre alt, besucht die Ricarda-Huch-Schule und hat noch mehr gemacht. Nämlich Klamotten für eine Eichhörnchenfigur, die ein Schlüsselanhänger ist. „Ich habe sie dann in den Anziehsachen vor den verschiedenen Kulissen fotografiert“, erzählt das Mädchen. Zum Fotografieren kam sie, „weil mein Vater Hobbyfotograf ist“. Jetzt hat sie selbst Spaß daran gefunden und will künftig mehr mit der Kamera machen. Was sie später werden möchte, weiß sie auch schon: „Modedesignerin – nicht nur für Eichhörnchen.“

Doch zunächst geht es darum, die „Mitreisenden“ auf eine virtuelle Weltreise mitzunehmen. Dazu lernten die Mitglieder der Touristikgruppe, wie sie mit der Kamera umgehen, und übten fleißig das Knipsen. Anschließend lernten sie den Umgang mit einem Bildbearbeitungsprogramm, um die Fotos entsprechend wirken zu lassen.

Für die zweite Woche der Ferienspiele sind noch Plätze frei. (es)

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