Unternehmen können sich am Frankfurter Ökoprofit-Projekt beteiligen

Klima schützen und Geld sparen

Dreieich - Den Klimaschutz in der Region voranbringen – diesem Ziel dient ein neues Vorhaben. Dreieicher Unternehmen können sich am Ökoprofit-Projekt der Stadt Frankfurt beteiligen und so ins betriebliche Umweltmanagement einsteigen. Von Holger Klemm 

Die Nachricht passt natürlich zur aktuell laufenden Klimakonferenz in Bonn, bei der es um die Fortschreibung der Konferenz in Paris 2015 geht. „Doch in den beiden Jahren ist international wenig passiert“, räumt der städtische Ressortleiter Karl Markloff ein. Umso wichtiger sei es, die Bemühungen vor Ort voranzutreiben. Dazu passt nun die Kooperation mit Ökoprofit in Frankfurt, die von der Dreieicher Klimaschutzmanagerin Annika Jung eingefädelt wurde. „Klimaschutz lässt sich nicht lokal denken, sondern muss von allen gemeinsam angegangen werden“, betont sie. Auch Florian Unger, Projektleiter im Energiereferat der Stadt Frankfurt, setzt auf eine stärkere regionale Vernetzung im Rhein-Main-Gebiet.

Mit Ökoprofit können Unternehmen, Betriebe und Institutionen ins Umweltmanagement einsteigen. Ziel ist es, die Betriebskosten bei gleichzeitiger Schonung der natürlichen Ressourcen zu senken. Berater vor Ort nehmen interessierte Unternehmen in Sachen Energieeffizienz, Abfallentsorgung und -vermeidung, Wassereinsparung, aber auch Strom- und Kraftstoffverbrauch unter die Lupe, analysieren die Gegebenheiten und geben Tipps zur Optimierung der Umweltbilanz. Unterstützung erhalten die Teilnehmer auch bei der Erstellung von Zeit- und Budgetplänen sowie bei Fragen rund um rechtliche Anforderungen beispielsweise zur Energieeffizienzrichtlinie der EU. Neben den Terminen vor Ort stehen Workshops auf dem Programm. Ökoprofit versteht sich auch als Netzwerkprogramm zur Förderung des nachhaltigen Wirtschaftens.

Nach Angaben von Jung profitieren die Unternehmen von dem Projekt. Denn sie können häufig bereits durch kleine Änderungen Kosten reduzieren. „5,39 Millionen Euro sparten die Frankfurter Unternehmen ein, die sich bisher an Ökoprofit beteiligt haben“, erläutert Unger zu den bisherigen Erfolgen. Zugleich reduzierte sich der CO2-Ausstoß um 43.223 Tonnen. Das entspricht einer Waldfläche von 7 203 Hektar und damit einer Fläche von etwa 9 800 Fußballfeldern. „Ökoprofit zeigt, dass Ökologie nicht im Widerspruch zur Ökonomie stehen muss“, unterstreicht Erster Stadtrat Martin Burlon.

Recycling ist sexy

Die Beteiligung am Projekt Ökoprofit, die für Dreieicher Unternehmen in der nächsten Runde ab dem kommenden Jahr möglich ist, stellt einen weiteren wichtigen Baustein zur Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes in Dreieich dar. Damit hat sich die Stadt verpflichtet, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. In einem ersten Schritt wurden nun mehr als 100 Dreieicher Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten angeschrieben. Betriebe können aber aber auch von sich aus aktiv werden. Weitere Informationen gibt es bei Klimaschutzmanagerin Annika Jung (Annika.Jung@dreieich.de), Tel.: 06103/601-478, bei Torsten Gröb (Torsten.Groeb@dreieich.de) in der Wirtschaftsförderung, Tel.: 601- 683, oder im Internet unter www.frankfurt.de (Stichwort Ökoprofit).

Rubriklistenbild: © dpa

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