Markt im Bürgerhaus lockt Besucher an

Trend zurück zur eigenen Kreativität

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Stöbern und staunen: Gut 50 Aussteller aus fünf Nationen waren beim ersten Kreativmarkt im Bürgerhaus vertreten. Die Veranstaltung soll künftig jedes Jahr stattfinden.

Dreieich - Mehr als 1500 Besucher haben am Wochenende im Bürgerhaus unter die Lupe genommen, was gut 50 Aussteller aus fünf Nationen dort beim Kreativmarkt präsentierten.

„Wir sind zum ersten Mal in Dreieich“, berichtet Jens Nippen, der mit Vira Turchyn diesen Markt auf die Beine stellt. Es ist eine von gut 25 solcher und ähnlicher Veranstaltungen, die das Paar bundesweit organisiert. Dazu gehört auch die Messe „Rhein-Main Genuss und Gartenlust“, die in zwei Wochen im Burggarten in Dreieichenhain über die Bühne geht. „Wir sind ein kleines Familienunternehmen und machen schon seit mehr als 40 Jahren solche Märkte“, so Nippen. Das Konzept sehe vor, dass die Besucher einerseits selbst kreativ werden können bei den Workshops oder sich mit Zubehör eindecken, andererseits werden auch fertige Produkte angeboten.

Eine einmalige Geschichte solle der Kreativmarkt nicht bleiben, kündigt er schon an: Einmal im Jahr wollen die Veranstalter künftig nach Sprendlingen zurückkehren. „Erfahrungsgemäß sind 70 Prozent der kreativ Tätigen Frauen, deshalb haben wir für die Männer einige Stände, bei denen sie auch etwas zu schauen haben“, erklärt Nippen. „In den Städten dominieren die Filialen der großen Unternehmen, doch es gibt einen Trend zurück zu den selbst gemachten Sachen, denn die Menschen möchten individueller sein“, sagt der Mann, der viele der Aussteller kennt, weil „viele mit uns mitreisen.“

Bei den Besuchern kommt der Kreativmarkt an. „Ich finde es super, dass es so einen Markt bei uns in der Nähe gibt“, sagt die Sprendlingerin Annette Küllmer. „Ich ärgere mich schon ein wenig, dass ich selbst nicht hier ausstelle“, so die Kunsthandwerkerin: „Im nächsten Jahr möchte ich hier auch einen Stand haben.“ Für sie sei das komplette Angebot der Schau interessant: „Es geht mir auch darum, ein wenig zu vergleichen.“ Doch ihr Spezialgebiet, das Betongießen, „das habe ich noch nicht entdeckt“. Da hat sie wohl eine Marktlücke ausgemacht.

Auch die Aussteller zeigen sich zufrieden. Etwa Christian Tkalec von Lilli Morgan Design aus Offenthal, der „Keinschwanzpferde“ zum Verkauf anbietet. „Wir wollen in Zukunft bei vielen Messen und Ausstellungen präsent sein, damit wir bekannter werden“, sagt er. „Wir sind noch relativ klein und das sind unsere ersten Artikel aus biozertifizierten Stoffen.“ Doch die Firma bietet noch mehr als die Keinschwanzpferde: „Wir haben Kinderhosen, Portemonnaies und noch anderes für Mädchen und Jungen, wie etwa Schürzen - alles bei uns handgemacht von zwei Näherinnen.“ (es)

Dreverta in Dreieich

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