Ausstellungsreihe zu „30 Jahre Kunstweihnachtsbäume“

Künstlerische Verwandlung des Götzenhainer Dorfplatzes

Der weiße Kreis auf dem Dorfplatz, auf dem der Kunstweihnachtsbaum stand, wird nun von Grün bedeckt.
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Der weiße Kreis auf dem Dorfplatz, auf dem der Kunstweihnachtsbaum stand, wird nun von Grün bedeckt.

An Feiern kann weiterhin nicht gedacht werden. Das betrifft auch das Götzenhainer Dorfbrunnenfest und das Jubiläum zum 30-jährigen Bestehen des Kunstraums Habernoll und der Kunstweihnachtsbäume. Stattdessen hat sich Margarete Habernoll mit Künstlern eine Ausstellungsreihe unter dem Titel „Metamorphosen“ für den Platz in dem Dreieichern Stadtteil überlegt. Aktuell ist dort „Eliza“ von Kerstin Krone Bayer zu sehen.

Götzenhain - Ausgangspunkt war der Kunstweihnachtsbaum, der noch bis Ende April auf dem Dorfplatz stand. „Der dunkle Baum in seinem weißen Kreis strahlte eine so kontemplative Ruhe aus“, berichtet Habernoll. Viele Spaziergänger hätten Gefallen an dem Baum gefunden. Der weiße Kreis, der das Ausmaß des Wurzelwerks symbolisierte, sollte aber erhalten bleiben und gab Kerstin Krone Beyer, die in Dreieich sehr aktiv ist, die Anregung für ihre Arbeit. Den weißen Kreis bedeckt nun das klein geschnittene Grün des verschwundenen Baums. Die Künstlerin wollte mit der Verwandlung des Kreises auch eine Farbtransformation von Weiß (Winter) in Grün (Frühling) vollziehen – „mehr noch, die harte, kalte Oberfläche in eine weiche, fellartige zu verwandeln“. Der Name Eliza bezieht sich auf Shaws „Pygmalion“ über die Verwandlung der Hauptfigur.

Bei der Verwandlung (Metamorphose) des Platzes halfen vier dunkelgekleidete junge Männer, die bei einer Kunstaktion den Baum zerkleinerten. Die Arbeit „Eliza“ ist vergänglich. Durch die Witterung wird sie sich allmählich verändern und auflösen. Bleiben werden die Stelen um den Brunnen, an denen mit Fotos von Michael Frank der Entstehungsprozess der Installation dokumentiert wird.

Weiter geht es im Sommer mit der Aktion „Poetische Transformationen des Alltäglichen“. Die Künstlerin Esther Bott will unter anderem aus Verpackungsmüll überraschende Gebilde schaffen.

Und Margarete Habernoll hofft, im Laufe des Jahres zum Jubiläum doch ein Fest veranstalten zu können. hok

Von Holger Klemm

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