Kunst-Aktion zu „40 Jahre Dreieich“

Stempelnd durch die Stadt

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Zehn Stempelsäulen sind über die Stadtteile verteilt.

Dreieich -  Die Stadt, ihre Stadtteile und die Sehenswürdigkeiten im Jahr des Jubiläums „40 Jahre Dreieich“ näher kennenzulernen – dazu regt „Stempeln Sie mit“ an. Die Resonanz auf die Ende April gestartete Kunst-Aktion ist groß. Von Holger Klemm 

Das Ganze bietet sich als Tour beispielsweise am Wochenende an. Die Burg in Dreieichenhain und den Hooschebaa-Brunnen in Sprendlingen kennt jeder. Doch auch die anderen Stadtteile haben einiges zu bieten. Die von Ilse Dreher und Waltraud Munz (Kunstinitiative Dreieich) erdachte und in Zusammenarbeit mit den Bürgerhäusern umgesetzte Aktion lädt zu einer Entdeckungsreise auch zu nicht so bekannten Ecken und Winkeln ein. Dazu stehen an zehn Orten in den fünf Stadtteilen Stempelsäulen. Auf einem Flyer können die vorgesehenen Felder mit Stempeln markiert werden. Auch bei Veranstaltungen bis Oktober können weitere Stempeldrucke gesammelt werden. Aber man muss nicht alle Felder füllen, um gewinnen zu können. Es winken Kunstwerke oder Veranstaltungskarten.

So könnte der Flyer zur Kunst-Aktion am Ende aussehen. Doch man muss nicht alle Felder ausfüllen, um Kunstwerke oder Karten für Veranstaltungen gewinnen zu können.

Der Wunsch der Initiatoren geht auf. „Das hat sich doch zu einer schönen Geschichte entwickelt“, freut sich Benjamin Halberstadt. Der Bürgerhaus-Chef kann von seinem Büro aus beobachten, dass die Stempelsäule am Sprendlinger Bürgerpark rege genutzt wird. „Wir haben 3000 Flyer gedruckt, 2000 mussten wir nachdrucken“, erzählt er. Zudem gebe es Paten, die sich um die einzelnen Orte kümmern und schauen, ob Flyer fehlen oder Stempel weggekommen sind. Doch die seien gar nicht notwendig, da das Bürgerhaus-Team auch von anderen schnell informiert wird, wenn etwas nicht stimmt. Halberstadt bekommt auch Mails von Dreieichern, die von Touren zu den einzelnen Standorten berichten.

Schweres Gerät im Maisfeld: Bilder zur Eröffnung in Götzenhain

Auch der Schneckenbrunnen in Buchschlag gehört zu den Schauplätzen der Aktion.

Zu denen zählt auch Birgit Vogt, die sich mit ihrem Sohn vorgenommen hat, jeden Sonntag einen anderen Standort anzupeilen. „Sieben Stempel haben wir schon gesammelt“, berichtet sie. „Das ist eine gelungene Aktion, die viel Spaß bereitet“, meint Vogt weiter. Als Zugezogene kann die in Dreieichenhain wohnende Frau Orte in Dreieich ansteuern, die sie bislang nicht kannte. Dazu zählt der Lindenplatz in Sprendlingen, der für Vogt Neuland war. Schade findet sie, dass es die Stempel, die sich auf den jeweiligen Ort beziehen, nicht zu kaufen gibt. „Damit könnte man schön Briefe abstempeln.“ Besonders gut gefallen ihr die zum Ort der Engel in Götzenhain und mit dem Stadtwappen.

„Das ist eine gute Idee“, findet Ilse Dreher. Man müsste aber schauen, ob das realisiert werden kann. Für jeden der zehn Orte haben sie und Waltraud Munz ein Motiv gefunden. Neben Stadtteilwappen sind beispielsweise der Schneckenbrunnen in Buchschlag, ein Maiskolben fürs Maislabyrinth oder ein Holzstapel für das „Kunst-vor-Ort“-Projekt in Offenthal auf den Stempeln zu sehen. Auch sie hat schon positive Rückmeldungen bekommen. „Das freut uns sehr.“ Dreher würde sich gern weiteres Feedback wünschen. Kommentare und Berichte über Erlebnisse können an mail@kunstinitiative-dreieich.de geschickt werden.

Pamela und Daniel Mayer mit Lenny, Flora und Hund Leila sammeln eifrig Stempel.

Stationen sind das Haus Falltorweg und der Schneckenbrunnen in Buchschlag, der Bürgerpark und Hooschebaa-Brunnen in Sprendlingen, die Winkelsmühle und die Burg in Dreieichenhain, der Dorfplatz (Ort der Engel) und die Stangenpyramide in Götzenhain sowie Kunst vor Ort „Nächster Halt“ am Offenthaler Bahnhof sowie das Haus der Familie Seibert in Offenthal (Am Alten Rathaus 24). Stempeldrucke können auch beim Maislabyrinth, bei den Kunsttagen vom 31. August bis 15. September in der Städtischen Galerie, beim Theater auf dem Sprendlinger Lindenplatz vom 15. bis 17. September sowie beim Tag der offenen Tür am 3. Oktober im Rathaus gesammelt werden. Die Karten, die nicht vollständig sein müssen, können beim Stadtfest am 3. Oktober auf der Festbühne bis 15 Uhr oder vorher im Bürgerhaus abgegeben werden.

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