Auch Erweiterungen in Sprendlingen und Dreieichenhain dauern

Kita Heckenborn: Längeres Warten ist angesagt

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Probleme bei der Glasfassade gibt es beim Bau der Kita für die U3-Betreuung im Heckenborn. Nach Angaben des Ersten Stadtrats Martin Burlon hat die beauftragte Firma erst später als vorgesehen damit begonnen.  

Dreieich - Es geht bei wichtigen Bauprojekten in der Stadt nicht so rasch voran wie gewünscht. Das musste der Erste Stadtrat Martin Burlon gestern Abend in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie einräumen. Er nahm damit Stellung zu einem Fragenkatalog der CDU-Fraktion. Von Holger Klemm 

Die Christdemokraten wollten – wie berichtet – wissen, wie der Stand beim Projekt zur Kinderbetreuung an der Selma-Lagerlöf-Schule, beim Neubau der Kita Heckenborn sowie bei den vorgesehenen Kita-Erweiterungen Am Wilhelmshof und An der Winkelsmühle ist. Bislang könne bei allen Vorhaben von Fortschritten keine Rede sein.Nach Aussagen von Burlon wird die Kita Heckenborn Mitte Juni statt im April fertig, die beiden Erweiterungen zum Jahresanfang 2019 statt in diesem Sommer. Er räumte ein, bei Letzteren zu optimistisch gewesen zu sein.

Doch der Reihe nach: Bei der Verbesserung der Betreuungssituation an der Selma-Lagerlöf-Schule gehe die CDU wohl davon aus, dass die Stadt Bauherrin sei. „Das ist aber nicht der Fall“, betont Burlon. Die Stadt hat im Haushalt 2018 1,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. „Der Kreis baut, wir finanzieren mit“, betont Burlon. Zusätzlich sollen dort zwei neue Klassenräume entstehen. Der Kreis habe für das Projekt aber erst einmal die Verwaltung personell aufstocken müssen. Die Planungen seien nun im vollen Gange. Mit der Fertigstellung sei im Herbst 2019 zu rechnen.

Beim Bau der Kita Heckenborn für die U3-Betreuung ging Burlon bei der Sitzung des Sozialausschusses im November noch von einer Fertigstellung im April aus. Doch mittlerweile spricht er von Mitte Juni. Verantwortlich seien Probleme bei einem Gewerk. Die beauftragte Firma habe nicht zum vorgegebenen Zeitpunkt mit den Arbeiten an der Glasfassade begonnen, sondern erst in dieser Woche. So habe man auch mit dem Innenausbau nicht weitermachen können. Alle Aufträge seien für das Projekt vergeben worden und lägen im Kostenrahmen. Angesichts der konjunkturellen Situation bestehe aber immer das Risiko, dass Handwerker zu ausgelastet seien und Aufträge erst später ausführen könnten.

Um für dringend benötigte Kita-Plätze zu sorgen, will die Stadt neue Wege gehen und setzt bei den geplanten Erweiterungen der beiden Kitas in Sprendlingen und Dreieichenhain erstmals auf die Modulbauweise. Zudem sollen Generalunternehmen beauftragt werden, die die beiden Projekte komplett ausführen. Das habe den Vorteil, dass die einzelnen Gewerke nicht mehr einzeln ausgeschrieben werden müssten. Zudem gebe es einen Ansprechpartner von der Planung bis hin zur Inneneinrichtung. Zu optimistisch sei man aber in der Verwaltung bei der Vorlaufzeit gewesen, räumt Burlon ein. Angesichts des personellen Engpasses im Rathaus habe sich die Stadtverwaltung der Unterstützung eines Büros versichert. Dieses sei mit der Auftragsvergabe an Generalunternehmen bestens vertraut. In der ersten Februarwoche soll nun die Ausschreibung im Paket erfolgen. Beide Projekte Am Wilhelmshof und An der Winkelsmühle sollen parallel laufen. Nach den bisherigen Erfahrungen geht das Büro von einer Fertigstellung Anfang 2019 aus.

Bilder: Baustelle Heckenborn

Burlon, der auch den Stadtelternbeirat über die aktuelle Situation informiert hat, räumt ein, dass die Situation für die Eltern schwierig sei. In der Verwaltung werde mit Hochdruck an den Projekten gearbeitet. Er verwies aber auch auf die angespannte personelle Situation im Rathaus. Die Mitarbeiter seien noch mit weiteren Vorhaben beschäftigt. Zumal bereits das nächste ansteht. Die Stadt will demnächst Näheres zur Kita am Schwimmbad mitteilen.Es komme darauf an, den Fachbereich personell auszubauen. Burlon setzt da auch auf die Unterstützung durch die DreieichBau AöR. Doch es sei nicht einfach, Personal zu finden. Es fehle nicht nur an Erziehern für die Kitas, sondern auch an Architekten und Bauingenieuren.

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