SPD-Vorsitzender kritisiert Verhalten des Verkehrsministers

Leitplanken an A661: Über gute Vorschläge hinweggesetzt

Dreieich - „Das grenzt schon an Ignoranz gegenüber der Stadt und den Bürgern Dreieichs.“ Mit diesen Worten nimmt der SPD-Vorsitzende Thomas Vortmüller Stellung zu den von der Stadt kritisierten Leitplanken aus Stahl entlang der A661 am östlichen Fahrbahnrand im Abschnitt zwischen Hengstbachtalbrücke und der Dreieicher Abfahrt.

Vor einigen Wochen erst habe Gutachter Dr. Klaus Habermehl im Ausschuss eine halbhohe Betonwand als unterstützende Schallschutzmaßnahme an dieser Stelle mit einem finanziell vertretbaren Aufwand bewertet und empfohlen. Genau dieser Vorschlag sei seitens der Stadt an das Ministerium gerichtet worden. Das sei damals abgelehnt worden, da man Betonwände oder sonstige Schutzeinrichtungen nur zur Verkehrssicherheit errichten würde. Dafür gebe es aberin diesem Abschnitt im Moment keine Notwendigkeit. Nun sind aber doch Leitplanken installiert worden.

„Der grüne Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hat seine Behörde Hessen Mobil nicht im Griff, sie arbeitet einfach nicht mit der Kommune und Bürgern zusammen und setzt sich über gute Vorschläge sowie Gutachten hinweg“, kritisiert Vortmüller. Die Dreieicher SPD habe sich deshalb an ihren Landtagsabgeordneten Corrado Di Benedetto gewandt und diesen über das Vorgehen des Ministeriums und seiner Verkehrsbehörde informiert.

Vorsicht: In diesen Ländern sind die gefährlichsten Straßen

„Es ist unfassbar, wie die schwarz-grüne Landesregierung mit den Anliegen der Bürger umgeht“, so Corrado Di Benedetto. „Am Beispiel der Lärmproblematik der A661 in Dreieichenhain zeige sich wieder einmal die Kommunalfeindlichkeit von CDU und Grünen.“ Der grüne Verkehrsminister beschäftige sich offensichtlich nicht mit voller Ernsthaftigkeit mit den Problemen. Anders sei nicht zu erklären, warum man bei Hessen Mobil so willkürlich agiere und das berechtigte Anliegen eines Lärmschutzes nicht mit relativ einfachen Mitteln erfülle.

Al-Wazir müsse nun erklären, warum er der Stadtverwaltung und den Dreieichenhainern derart vor den Kopf stößt. „Ich kann nachvollziehen, wie der Erste Stadtrat Martin Burlon sich beim Anblick der Leitplanken gefühlt haben muss“, erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete abschließend. (hok)

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