Biotest und MHK Group helfen mit Spenden

Letzte Hürde für Dreieicher Parkour-Park gemeistert

Der Plan für den Parkourpark: So werden die Hindernisse im Sprendlinger Bürgerpark angeordnet.
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Der Plan für den Parkourpark: So werden die Hindernisse im Sprendlinger Bürgerpark angeordnet.

Maxim Kuznetsov, Julian Schäfer und László Boroffka strahlen über das ganze Gesicht – der letzte Spendenaufruf brachte den Initiatoren den gewünschten Erfolg und die Ausschreibung für das seit 2017 geplante Projekt, damals vom Dreieicher Jugendparlament angestoßen, kann an den Start gehen. Damit wird der lang gehegte Traum eines Parkour-Parks hoffentlich im Herbst Wirklichkeit.

Dreieich - Insgesamt werden rund 130 000 Euro in das 200 Quadratmeter große Hindernisareal nahe des Hallenbades investiert. Entstehen soll eine Bewegungsfläche, gegliedert in verschiedene Zonen: Einige Elemente werden der Anlage einen Rahmen geben. Sie sind so gestaltet, dass man sie zum Ausruhen, Zuschauen und Verweilen nutzen kann. Im nördlichen Bereich an der Wegegablung zu Bürgerhaus, Spielplatz und Schwimmbad wird ein Bewegungsbereich aus Naturmaterialien gebaut, der vor allem Parkour-Neulinge ansprechen soll. Das Herzstück der Anlage wird die zentrale Aktivzone, in der bis zu 2,60 Meter hohe Hindernisse aus Beton und Stahlrohren zu sportlichen Höchstleistungen motivieren. Der komplette Park soll Sportler vom Anfänger- bis zum Profilevel ansprechen.

Ende März gab es noch einmal einen Spendenaufruf, nach dem deutlich geworden war, dass die 30 000 Euro aus der Crowdfunding-Aktion der Jugendlichen plus 30 000 Euro Zuschuss der Stadt und 30 000 Euro von der Stiftung Flughafen Frankfurt nicht ausreichen, um die ausgetüftelten Pläne umsetzen zu können. Der erneute Spendenaufruf brachte noch einmal 10 000 Euro, darunter viele Kleinspenden aus der Bürgerschaft und von Interessierten aus den Nachbarkommunen, die das Projekt gerne unterstützen wollten. Bürgermeister Martin Burlon verhalf den jungen Sportlern dann zum endgültigen Durchbruch bei der Finanzierung, in dem er das Projekt bei Dreieichs großen Unternehmen ins Gespräch brachte: MHK Group und die Biotest AG ließen sich nicht lange bitten und steuern jeweils 15 000 Euro zur Umsetzung der Pläne bei.

„Wir freuen uns sehr, dass wir helfen können“, sagt Jutta Strothoff von der MHK Group. „Die jungen Leute haben sich sehr engagiert, haben unsere Unterstützung mehr als verdient und der Parkour-Park spricht ein breites Publikum an.“ Auch Michael Ramroth, Vorstand der Biotest AG, zollt Maxim Kuznetsov, Julian Schäfer und László Boroffka großes Lob: „Solche Leute brauchen wir. Ihr habt euer Projekt selbst in die Hand genommen, die Planungen und auch die Finanzierung vorangetrieben“, sagt Ramroth bei der Übergabe der Sponsorenschilder im Bürgerpark. Sein Unternehmen engagiere sich gerne, denn gerade in der Pandemie seien die Kinder und Jugendlichen am stärksten von den Einschränkungen betroffen. „Wir hoffen, dass ihr möglichst bald loslegen könnt“, drückt Ramroth den jungen Leuten die Daumen, dass die Ausschreibung der Arbeiten erfolgreich ist und die Sportler die Hindernisse bald erobern können.

Maxim Kuznetsov und Julian Schäfer sind die beiden aktiven Parkour-Sportler im Organisations-Team. Sie betonen, wie viel Herzblut in den Entwurf geflossen ist und wie froh sie sind, „dass dieser große Traum jetzt wahr wird.“ Die jungen Männer bedanken sich bei den Unternehmen, der Stadt und auch bei Sylvio Jäckel vom DLB, der die Planungen unterstützt hat. Für Martin Burlon ist die Solidarität der Bürger und Unternehmen für die Jugendlichen „überwältigend“. „Das Projekt Parkour-Park zeigt, was gemeinsam in Dreieich möglich ist und dass Engagement und langer Atem belohnt werden.“

Von Nicole Jost

MHK und Biotest unterstützen das Projekt: Dirk Neumüller (von links), Dr. Michael Ramroth (beide Biotest) und Jutta Strothoff mit Maxim Kuznetsov (von rechts), László Boroffka und Julian Schäfer.

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