Durchgehender Hengstbachtalweg

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Die Freunde Sprendlingens regen an, den Fuß- und Radweg von der Autobahnbrücke zur Rohrüberleitung weiterzuführen und von dort aus zur Philipp-Holzmann-Straße zu leiten. Auf der Karte ist der von Professor Miesebach in den 80er Jahren vorgeschlagene Weg in Schwarz, der vorhandene Weg in Rot und der auszubauende Weg in Blau eingezeichnet.

Dreieich - Die Freunde Sprendlingens machen sich für einen durchgehenden Hengstbachtalweg stark. Insbesondere die Lücke zwischen Theisenmühle und Dampfmühle würde der Verein für Heimatkunde gerne geschlossen sehen.

Der Magistrat, so die Bitte des Vorstands, könne sich dabei an alten Planungen orientieren. Ein Fuß- und Radweg am Hengstbach als verbindendes Element zwischen Buchschlag und Götzenhain sei schon bei der Gründung der Stadt Dreieich 1977 Thema gewesen, so Wilhelm Ott, Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde. „Die Abschnitte von Buchschlag zur August-Bebel-Straße und von der Dampfmühle zum Weiher der Winkelsmühle gehören zu den schönsten Gebieten in unserer Heimatstadt. Im Stadtgebiet von Sprendlingen kann man bis zum Schwimmbad dem Lauf des Hengstbachs folgen. Dann aber muss man das Tal verlassen und auf das Niveau der Autobahnbrücke steigen, um hinunter über die Philipp-Holzmann-Straße und die Straße An der Dampfmühle wieder Anschluss an den Hengstbachweg zu finden“, schildert Ott.

Der Weiher an der einstigen Theisenmühle ist ein schönes Fleckchen Erde.

Die Lücke zwischen der 1986 abgerissenen Theisenmühle und der Dampfmühle ist aus Sicht der Freunde Sprendlingens besonders bedauerlich, weil der Standort der historischen Theisenmühle (erstmals erwähnt 1276) und der idyllische Mühlteich vielen Mitbürgern nicht mehr gegenwärtig seien. Nach einer Exkursion ist der Verein zu dem Schluss gekommen, das weiterhin die Möglichkeit besteht, einen Weg auf der Südwestseite des Bachs anzulegen. Dazu existierten Planungen aus den 80er Jahren. Die Grundstücke seien dem Anschein nach alle in öffentlicher Hand.

Alternative neben privatem Parkplatz der Theisenmühle

Es gebe aber auch eine Alternative auf der anderen Seite, meinen die Heimatforscher: „Neben dem privaten Parkplatz der Theisenmühle beginnt ein gut ausgebauter Weg, der zwischen Weiher und Hengstbach bis unter die Autobahnbrücke führt. Von dort aus kann man über einen Pfad die Stauanlage erreichen, durch die der Mühlweiher mit Wasser versorgt wird. Bis vor Kurzem konnte man diesen Pfad weiterlaufen, bis man an eine Rohrüberleitung kam, über die der ,Millionenhügel’ entwässert wird. Dieser Pfad ist zurzeit durch umgestürzte Bäume versperrt. Hinter der Rohrüberleitung kann man wegen der dortigen Privatgrundstücke nicht mehr am Bach weiterlaufen. Jedoch ist es möglich, von der Rohrüberleitung über eine städtische Wiese zur Philipp-Holzmann-Straße zu gelangen. Es ist dann nicht mehr weit bis zur Dampfmühle und zur Fortsetzung des Talwegs in Richtung Winkelsmühle.“

Die Freunde Sprendlingens schlagen vor, den Fuß- und Radweg von der Autobahnbrücke zur Rohrüberleitung weiterzuführen und von dort aus zur Philipp-Holzmann-Straße zu leiten. Das Stauwehr soll nach Informationen des Vereins 2015 erneuert werden. „Wir schlagen vor, zu prüfen, ob der Zugang zu dieser Baustelle nach Abschluss der Arbeiten teilweise als Fuß- und Radweg genutzt werden kann. Ansonsten müssten zirka 200 Meter Weg neu angelegt werden, um den Lückenschluss zu bewerkstelligen“, so Ott.

Der Magistrat möge untersuchen, ob rechtliche Gründe gegen die Realisierung des Vorschlags sprechen. Die politischen Gremien müssten entscheiden, ob sie bereit sind, die vermutlich überschaubaren Mittel zu genehmigen. „Wir würden uns sehr freuen, wenn die Dreieichenhainer im Jahr 2016 auf einem möglichst durchgehenden Hengstbachweg schöner und bequemer zur 300. Sprendlinger Kerb kommen könnten“, schreiben die Freunde Sprendlingens.

(fm)

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